Lettweiler. Foto oben-rechts OB Volker Wagner: Hau-Ruck – hier soll das neue Feuerwehrgerätehaus hin: Die Geschichte von Lettweiler wandelte sich vom mittelalterlichen Rittergut zum zukunftsorientierten Höhendorf. Erstmals 1194 als „Litwilre“ urkundlich erwähnt ist der Ort, als das Mainzer Erzbischofstum das Dorf an die Herren von Bolanden belehnte.  Das 19. Jahrhundert brachte tiefgreifende politische Veränderungen. Nach den Wirren der Napoleonischen Kriege wurde die Pfalz 1816 dem Königreich Bayern zugeschlagen. Die Architektur im Dorf spiegelt diese Zeit noch heute wider: Viele der stattlichen Fachwerkhäuser in der Hauptstraße und der Hintergasse stehen heute unter Denkmalschutz. Damals erreichte Lettweiler auch seine höchste Einwohnerzahl von über 500 Menschen. Im 20. Jahrhundert folgte der Strukturwandel. Die Landwirtschaft verlor an Bedeutung, und mit der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 wechselte Lettweiler vom Landkreis Rockenhausen in den Landkreis Bad Kreuznach.

Lettweiler soll vis-a-vis dem Gemeindehaus im Ort ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Die Neubau-Arbeiten beginnen ab 12. Oktober 2026. Wenige Tage zuvor waren die Gemeineratsmitglieder um Ortsbürgermeister Volker Wagner damit beschäftigt, Sandsteine von der bereits im September  abgerissenen Scheune, die anderweitig gebraucht werden, zu sichern und wegzuräumen. Die Planungen zum Neubau laufen seit 2020 und waren zu keiner Zeit strittig, damals wurde mit Kosten i.H.v. 550.000 Euro gerechnet, heute  könnten es 1,4 Millionen Euro werden, womit der Gemeinderat nicht glücklich ist. Die derzeitige Garage im Gemeindehaus ist dermaßen eng, dass der Spiegel (mindestens) eingeklappt werden muss, wenn die ehrenamtlichen Feuerwehrleute um den früheren stellvertretenden VG Wehrleiter und Ersten Beigeordneten von Lettweiler, Hans-Werner Lamb, zu einem Einsatz alarmiert werden. Foto oben: Volker Wagner und Bernd Pretorius.   

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