In Kirn ist die Stelle eines City-Managers ausgeschrieben. Hat jemand Lust und wirft seinen Hut in den Ring, um ohne Konzept den Mangel zu verwalten? Jeder sitzt lieber ohne Kundenkontakt am Schreibtisch… An den Besuchern beim traditionellen Kirner Handwerker- und Bauernmarkt lag es jedenfalls bis zum Regen um 14 Uhr nicht. Kirn war früh schon um 12 Uhr voller Menschen und nur an der Peripherie, j.w.d., „janz weit draußen“ oder in den Fachmarktzentren Kallenfelser Straße gab es Parkplätze. Stimmen wurden laut, zu derlei Veranstaltungen wenigstens das geschlossene Brauerei-Areal, für die Kirner Bier Mitglieder zu öffnen… Ein Schild „P auf eigene Gefahr“ würde alle relevanten Sicherheitsbedenken Ad acta legen.

www.heylive.de war vor Ort!, darf und will nicht meckern, aber alles Schönreden geht gar nicht: „Die Kaufkraft schwindet, wenn man von der Tanke kommt. Wenn man alles im Überfluss hat, kann man sich Tineff nicht leisten“, sagen Liesjen Müller und Otto Normalo. Hinzu kommt bei immer mehr Händlern ohne Nachfolge das Aus, Schulen oder Vereine und Mitglieder, für die sich der Aufwand nicht lohnt – wieder andere gaben kein gutes Bild ab: Backwerk stand im Freien und im Regen, Verkäufer ohne Schürze und Handschuhe „beim L-e-b-e-n-s-m-i-t-t-e-l !! in Verkehr bringen & verkaufen!“: Niemand da, der den Hut aufhat. Bei der Selbstbedienung in der Eisdiele ließ mein Schulfreund Hans Werner Gross aus Bergen alles am Platze stehen und rechnete den Eisdielengewinn trotz strammer Preise und ohne Service vor. Nochmal ohne Wertung: Die Stadt war trotz Fußball, Parallelveranstaltungen wie etwa dem Pflanzenmarkt im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum, voller Menschen, aber vom traditionellen Handwerker- und Bauernmarkt, von Brauchtumspflege und Aufbruchsstimmung blieb „nur“ ein liebloser Torso, der diesen Namen nicht verdient. Wenig Deko, keine Eyecatcher, wenig bis keine Schnäppchen-Attraktionen, kein „kläppern“ vom Handwerk, Standlücken, leere Plätze zur Mittagszeit bei der Marktplatzgastronomie, Kirchstraße & Lindenstraße blieben verwaist, trostlose Leerstände nehmen zu und rund um den Marktplatz vermissten Stammkunden sechs Stände: Das Kinder- Karussellchen an der Eisdiele/Infopunkt, 15.000 Paar Strümpfe, Wolfgang Ax, Blumen oder die Schmiedefreunde usw. fehlten.

Wie Bäckerei/Cafe Fickinger an der Auto-Maurer-Brücke hatten zu viele Geschäfte zu. Und noch ein gutgemeinter Tipp und Hinweis an die Gastronomie: Man kann auch mit appetitlichen Glasfläsch´chen Reibach und Gewinn machen. Nur Mut! Ein abgestandenes Wasser im Glas, 0,25 ltr. für 2.50 €, ist jedenfalls ein absolutes No-Go. Ein Liter für 1o.- Euro, wo die Flasche max. 40 Cent kostet, ist Wucher & zu viel des Guten! Auch in Kirn. Bernd Hey.

