Kirn. Überall werden riesige PV-Freiflächenanlagen (in Raumbach 100 Hektar?) und Windräder geplant. Im  Windparkt Abtweiler-Lauschied-Raumbach hat die Bundeswehr gegen vier von sieben Windräder (WEA) ein Veto eingelegt- ob die WEA bei Simmertal, Kirschroth, Heimweiler kommen, steht in den Sternen, weil Netze, Speicher, Einspeisung und die Abnahme fehlen.

Laute Trillerpfeifen und Transparente auf dem Kirner Marktplatz richteten sich gegen die PV Freiflächenanlage in Hennweiler, gegen geheime Intransparenz, Kungelei, einen massiven Vertrauensverlust gegen die Behördenarbeit und für mehr Demokratie. Niemand sei gegen erneuerbare Energien, aber: „Aktuell erleben wir die Entkoppelung von der Politikerentscheidungsebene und der Lebenswirklichkeit. Wir alle stehen hier, weil wir uns Sorgen machen um unser Land, um unsere Heimat, unsere Natur und die gewachsene Kulturlandschaft Nahe-Glan. Uns treibt auch die Sorge um Arbeitsplätze und die realitätsfremde Energiepolitik in D, insbesondere in RLP, die uns seit Jahren als `alternativlos` verkauft wird“, rief Cornelia Dhonau-Wehner aus. Starker Tobak. Dhonau wandte sich den defizitären Haushalten zu, wo lt. dem „Öffentlichen“ vom 20. Juni 200 Milliarden Euro fehlen. Windräder und PV-Anlagen in einem urbanen Umfeld seien nicht dazu da, die finanziellen Nöte auszugleichen. Bund und Land müssten die Kommunen mit finanziellen Mitteln ausstatten, damit sie ihre Pflichtaufgaben auskömmlich erfüllen könnten, und notfalls gerichtlich Klagen müssten.

Die Protestauftritte gegen Windkraft im Zollstock in Bad Sobernheim, in Simmern, Boppard und Mainz vor dem Landtag nehmen zu und „werden in D immer notwendiger, weil die Bürger nicht wahrgenommen und gehört werden, wenn sie ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausübten“. Demokratie müsse täglich von jedem aktiven Staatsbürger gelebt werden, und es sei wichtig,  dass wir immer mehr werden und auf Missstände und Vetternwirtschaft aufmerksam machen“.

O-Töne/Stimmen: „Luff“, Hennweilers Ex-Karikaturist Rolf Henn und seine Frau wetterten: „Wenige Meter von unserem Haus wird die Landschaft, ohne unsere Kenntnisnahme zugebaut. Das ist unverschämt und geht gar nicht. Wo sind die Herrschaften heute?“ Uwe Rackow, Kirn: „Ob die Demo was bringt? Laßt doch mal im Bund die AfD mit der CDU ´ran, viel schlimmer geht nimmer. Die SPD hatte früher in Kirn 60 Prozent. Heute verschwindet sie in der Versenkung, es müssen Alternativen ausprobiert werden“. Ein Kirner Stadtratsmitglied: „Eigentlich ist noch gar nichts im VG-Rat Kirner Land entschieden und in trockenen Tüchern. Die Jugend hängt am iPhone rum und kümmert sich nicht und sagt dann, das haben wir nicht gewusst…“ 

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