Johanniskerb ´26: 40 Grad Hitze & viel höhere Standkosten bei extrem sinkendem Umsatz!

Felkestadt feiert No.3 Frühschoppen. Bad Sobernheim. Der traditionelle Kerwefrühschoppen am Montag hat bei Firmen, Geschäftsleuten und Dienstleistern nichts von seiner Beliebtheit und Faszination verloren; – insgesamt 360 Personen hatten im Vorfeld reserviert und so füllte sich der Biergarten zusehends. Ob „Die Felkestadt“ in weißen Shirts von Kitas, Bauamt, Bücherei oder Heimatmuseum (Foto oben), das Forstamt, Sparkassen und Banken, Steuerberatungsbüros und Kanzleien, Tagespflege oder Seniorenresidenz, Edeka, Landmaschinen Christian und nach einem Jahr Abstinenz wieder Maschinenbau Ruegenberg: Sie alle feierten das Kulturgut und das felkestädtische Volksfest. Die Stimmung konnte besser nicht sein, aber: Gesprächsthemen gab es jede Menge und es geht auf keine Kuhhaut, was dem rasenden Reporter da in den Notizblock diktiert wurde. Von investigativem Journalismus über eine Mängelliste in einer „dreckigen Stadt“ bis zur Bürgerbefragung, wer mit dem Stadtbürgermeister zufrieden sei, war alles dabei.

Mit Partykrachern, Oldies, Countrymusik und Mitsingliedern aus einem ganz breiten Repertoire erfreute die Coverband „Sturmfrei“ aus Bernkastel mit Kevin Manthei, Frontfrau Sandra Seiler und Keyboarder Fabian Kittel.    

Zu allen Zeiten trotzte die Johanniskirmes Wetterkapriolen, heuer war es bei der Open-Air Veranstaltung bei 35 Grad plus X zu heiß, was dem Reibach der  Beschicker nicht förderlich war.Am Sonntag war Familientag. Alle ortsansässigen Standbetreiber beklagten hitzebedingt „tote Hose“, höhere Standgebühren oder zusätzlich-aufgestellte Stromzähler, was bei extremem Umsatzrückgang „gehörig ins Kontor schlägt und sich aufaddiert“. Über die unzufriedene AWO und den FC 2015 berichteten wir bereits, auch, dass es auf dem Johannisplatz kaum „Lücken“ gab. Nachgefragt bei Stadtbürgermeister Roland Ruegenberg verneinte er höhere Standgebühren, man habe lediglich die Satzung umgesetzt. Der Backfischstand von Seher Akbay aus Lauschied lag mit Marktmeister und Festwirt Justin Braun mangels Stromanschluss gehörig im Clinch. Sie habe vor einem Jahr freitags mehr Umsatz gehabt als heuer freitags, samstags und sonntags zusammen, was für ganz viel Frust sorgte. Foto unten: Landmaschinen Christian.

 „Wir kommen seit 35 Jahren hierher, zum Dank haben wir jetzt zwei Champignons-Stände und ein Nudelwagen als Konkurrenz vor die Nase gesetzt bekommen. Nein, glücklich sind wir nicht – aber keine Kerb wäre die schlechteste Lösung“, sagte Sabine Stein-Becker vom Imbissbetrieb aus Hennweiler. Festwirt Justin Braun, der erstmals die komplette organisatorische Koordination übernahm, erhält neben den Standgebühren von der Stadt 9.000 Euro; – er sprach von einer gelungenen Veranstaltung, es sei aber umsatzmäßig viel zu heiß gewesen. Nun zieht er weiter und richtet am Wochenende das Heimbacher Brunnenfest in Meisenheimer aus.

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