ABTWEILER, LAUSCHIED, RAUMBACH. Aufgrund des Sicherheitsabstandes zu einer Kerosinpipeline der NATO und trotz positiver Risikobeurteilung des TÜV wurden vier der geplanten sieben Windenergieanlagen (WEA) im Windpark Abtweiler-Lauschied-Raumbach nach Intervention der Bundeswehr von den Genehmigungsbehörden rigoros abgelehnt. Die Hiobsbotschaft verkündeten im Lauschieder Ortsgemeinderat die beiden Projektleiter von Wiwi Consult in Mainz, Jessica Würth aus Alzey und der Meisenheimer Marco Wendel. Selbst sei man weder zu Gesprächen eingeladen, noch in Kenntnis gesetzt worden; – die Bundeswehr fühle sich an keine Gutachten gebunden, dulde keine Kompromisse. Dies sei ein „überraschender und herber Rückschlag, wo man keine Handhabe hat“, bedauerte Jessica Würth. (Foto unten. FOTO oben: WiWi 2024 in Lauschied)


Abschließendes Resümee: Insgesamt sei der geplante Windpark längst nicht in trockenen Tüchern, weil der Raumordnungsplan bereits verkleinert wurde. Das Prozedere des Netzausbaus folge einer „konservativ“ berechneten Strombedarfsmenge, die Stromlast im ländlichen Raum könne weder jetzt, noch über Jahre hinaus über Kabeltrassen abgeführt werden, erklärten die Projektierer. Lauschieds „OB“ Willi Marx nannte in diesem Kontext die Jahreszahl 2035. Privatrechtliche Einsprüche, „teils mit Pokerface“, bei Grundstücken oder der Zuwegung lägen beim Windpark trotz Solidarpakt vom Juni 2024 vor und seien der Causa wenig förderlich. Im Klartext anders ausgedrückt: >>>Hinter den Kulissen gärt es, herrscht Zoff, Unmut und Konkurrenzdenken der Projektierer, weil in Raumbach ein 100 Hektar PV-Freiflächenpark vorangetrieben wird und sich Ratsmitglieder, Weinbauern und Grundbesitzer mehr Profit daraus als in einer Windrad-Solidargemeinschaft Abtweiler-Lauschied-Raumbach erhoffen. Von einem Netzengpassgebiet und Kahlschlag war die Rede, der Status Quo mangels Speicherkapazität sei vorhersehbar gewesen und politisch gewollt; – umso mehr seien vor Ort flexible, intelligente und kombinierte Lösungen von Projektierer und Kommune bis hin zu einer „Überplanung“ mit PV-Anlagen notwendig.

