(FOTO oben: Marco Hey in Weiler) Region Mittlere Nahe. Das 23. Weinwanderweg-Fest Mittlere Nahe mit 13 teilnehmenden Weingütern war dank Wetterglück ein tolles Wanderspektakel und lockte tausende Besucher, Wandercliquen, ganz viel Jugend und Familien mit Bollerwägelchen, Kind und Kegel auf den gut 13 Kilometer langen Höhenwanderweg zwischen Martinstein und Bad Sobernheim parallel zur B 41.

„Die Züge waren proppenvoll“, berichtete aus Oberhausen eine Gruppe um Christine Georg (Foto oben): „Das Gute liegt so nahe“; – alle Daumen zeigten nach oben, auch wenn kein Besucherrekord vermeldet wurde und am Ende des Tages einige Winzer deutlich weniger Besucher registrierten. Verbraucher- und Heizölpreise, der Sprit an der Tanke und die Weinpreise unterwegs auf dem WWWeg und den Festen fordern ihren Tribut, schrieben in diesem Kontext viele www.heylive.de ins Stammbuch. Trotzdem: Was kann es Schöneres geben, beim Wandern durch die herrliche Natur etwas für die Gesundheit zu tun und den Wein da genießen wo er wächst, die Geselligkeit zu pflegen und kulinarische Köstlichkeiten zu probieren? „Es ist eine logistische Herausforderung, aber wir sind von Anfang an dabei und haben Routine“, strahlte in der Weinlage Sobernheimer Domberg der Steinhardter Thomas Michel, wo vor 12 Uhr mittags schon über 300 Gäste Rast machten, und wo wie überall die Mitarbeiter im Service alle Hände voll zu tun hatten. Schon ganz früh sorgte der rosarote Elefant „Pink Elmar“ in Anlehnung an das Sortiment auf dem Aufsichtsplateau über Monzingen bei Elmar Schauß in den Sozialen Netzwerken für Furore. Neben dem Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg führen mindesten fünf „Wohlfühlpfade“ und Panorama-Weinwanderwege durch die namhaften Weinbergslagen. Vor 25 Jahren fand dieses Format erstmals statt und fiel zwei Mal wegen Corona aus.

Einzige Änderung in diesem Jahr (Foto oben): Das Auener Weingut von Sabrina und Marcus Hees feierte in Nußbaum im Harder Weg bei Jürgen Sponheimer anstelle der Meddersheimer Winzergenossenschaft Rheingrafenberg (WZG) Premiere. Das Weingut Hees konnte als Caterer die felkestädtische Kupferkanne der Familie Doreen und Patrick Wahl gewinnen: „Wir wollten uns zum Start diesem ganz hohes Qualitätslevel auf dem Weinwanderweg anpassen“, sagte Sabrina Hees. Jürgen Sponheimer ist Vorsitzender der in Auflösung befindlichen Genossenschaft; – in der Weinbaugemeinde Meddersheim endet eine Ära seit Gründung der WZG im Jahre 1929. Erstmals in diesem Jahr hat die Firma Trautwein die Traubenannahme komplett geschlossen, über eine App können sich Meddersheimer Winzer bei Moselland in Monzingen anmelden und anliefern: „Das klappt sehr gut“, lobte Sponheimer. Wegen dem heißen Sommer stecke man mitten in der Lese, bei ihm hängen noch Scheurebe und Riesling: Man habe einen prallvollen Wagen Lesegut, „ja, aber zu wenig Saft“ und deshalb große Ertragseinbußen, war sich Sponheimer im Resümee mit mehreren Winzern einig.
Mit von der Partie waren 2026 die Weingüter Badischer Hof, Edelberg, Lamp und Venter aus Weiler sowie Alt, Schauß, Schramm und Weber aus Monzingen. Ebenso die Weingüter Barth und Theis aus Kirschroth, Hees aus Auen, das Weingut Michel aus Steinhardt und Schneider aus Bad Sobernheim.

