Bad Sobernheim. Das Interesse beim zweiten Neujahrsempfang der 70 Mitgliedsbetriebe zählenden Werbegemeinschaft „SoAktuell“ gemeinsam mit der Felkestadt im Kaisersaal war riesengroß. In knapp zwei Stunden standen elf Programmpunkte auf der Agenda.

Der So-Aktuell Vorsitzende Bruno Schneider begrüßte: Zurückblickend resümierte er über die MSA, wo die Felkestadt zwei Wochen zur Studentenstadt wurde und zu den sehr gut frequentierten Märkten mit tausenden Besuchern: „Die ganze Innenstadt war voll fröhlicher Menschen. Bad Sobernheim ist attraktiv und liebenswert, kann großartiges leisten, wenn alle an einem Strang ziehen“. Die Stadt lebe vom Ehrenamt, vom Miteinander und von Menschen, die sich einbringen und das Wohl dieser Stadt im Blick hätten. Alle Veränderungen vom demografischen Wandel über den Klimaschutz bis zum Wandel in der Gesellschaft passiere „hier bei uns. Stillstand hilft niemandem“, rief er aus und stellte die weiteren Termine für 2026 vor. Die Kaufmannschaft wolle sich auch monetär an einer Belebung der Großstraße beteiligen, Schneider schloss mit dem Henry Ford Zitat der Zusammenarbeit. Er bescherte die Gewinner der Weihnachtsbaum-Schmückaktion mit wertigen Preisen (Foto).

Über eine halbe Stunde lang informierte Stadtbürgermeister Roland Ruegenberg in seinem Rapport über Maßnahmen samt des „alten Stadtrates“: Die Obertor-Finanzierung steht, an der Westtangente ab EDEKA sei Ausbaubeginn der L 232, um danach detailliert über weitere Veranstaltungen der Stadt wie Poetry Slam, Tanz im Park, Heimatmuseum oder Top-Markt-Abrissgrundstück zu berichten. Am 17.Oktober soll es ein Drachenfest mit dem Flugsportverein geben, ein Theaterfestival und ein Netzwerk-Unternehmerfrühstück ist in der Mache, Ruegenberg erhob anhand des Terminkalenders die Felkestadt zur „Nahe-Kultur-Hauptstadt“, aber er verwahrte sich gegen Randale, Müll und mutwillige Zerstörung. Das Auseinandertriften der Gesellschaft sei unschön, er forderte Zivilcourage und eine Deeskalation.

Die frühere Marktmeisterin Sonja Nitsch hakte zur Johanniskirmes nach. „Stimmt es, was in der Zeitung steht?“ Ein Thema, das unter den Nägeln brennt, weil acht jahrzehntelange Beschicker und Schausteller Planungssicherheit wollen und wie Judith Hummelich (Mandelbrennerei) oder Ralf Leonhard vom Schaustellerverband aufgeschreckt und anwesend waren: Lapidare Antwort von Ruegenberg: „Der Rat gibt mir aus meiner Sicht nicht die Möglichkeit dazu“.  

Sopranistin Birgit Auweiler war die gefeierte Entertainerin und erntete Beifallsstürme. Singend ging sie durch die Reihen, begleitet am Piano von ihrem kongenialen Partner Alexander Mathias und zelebrierte brillant die beiden Evergreens „Bel ami“ und „What a Wonderful World“. Dank galt Pfarrer Höhn. Mit Elnara Rzayeva wurde die Hargesheimer Allgemeinmedizinerin vorgestellt. Anke Wiechert informierte über 40 Jahre Heimatmuseum, Elke Kiltz über das neue Projekt „Engagiert an Nahe und Glan“. Die DLRG hat sich für die WM der Rettungsschwimmer in Südafrika qualifiziert; – Vorsitzender Rajko Jachmann und Ausbilder Maximilian Frick informierten.

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