Am Donnerstagmorgen, 29. Januar 2026, kam es an der Nahe zu einem Großeinsatz ab dem Bad Sobernheimer Ewald-Wehr bis weit hinter Boos naheabwärts. Zwei Drohnen mit Wärmebildkameras und 2000-fachem Zoom, Polizei, Rettungskräfte, die DLRG, Wasserfahrzeuge, Schlauboote aus Bad Sobernheim und Meisenheim, hiesige Spezialkräfte bis in den Raum Kaiserslautern sowie zahlreiche hiesige Feuerwehreinheiten waren im Einsatz, die L 232/Nahebrücke ab Meddersheim über mehrere Stunden großräumig gesperrt, das Team Medien des Landkreises war im Einsatz.

Was war passiert? Am Ewald Wehr am Bad Sobernheimer Gefach etwa 200 Meter westwärts der Nahebrücke zum Meddersheimer Sportplatz hin wurde Tod- und Treibholz entfernt, als der 63-jährige Firmenchef einer Firma aus Mittelreidenbach mit Watthose vermutlich ausrutschte und in die Nahe fiel. „Mann im Wasser“ lautete die Alarmierung. Ein 68-jähriger Kirner Mitarbeiter war Augenzeuge und schlug Alarm. „Er war ruckzuck weg – die Strömung war unbeschreiblich“, sagte der Mitarbeiter tieftraurig-schockiert und berichtete über ein Unglück wenige Meter entfernt an der Schliffgesmühle, wo ein Kumpel von ihm vor über 30 Jahren mit einem Traktor und Düngerstreuer von der Meddersheimer Seite her die Nahe querte. Das Anbaugerät lief voll Wasser, der Bulldog kippte um; – vier Wochen später fand man den Leichnam von Landwirt Erhard M. in Staudernheim am Wehr. Somit hat die Nahe als „die Wilde“ ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht.


