Mit einer großartigen Prunksitzung feierte die Korporation Merxheimer Wind (FCMW) ihr Jubiläum 3×11 Jahre. Was die weit über 100 namentlich aufgeführten Akteure und Formationen auf die Bühnenbretter zauberten, hatte Format und klasse. Allen saß der Schalk im Nacken, Heiterkeit & Frohsinn waren in der lange ausverkauften Mehrzweck-Narrhalla Trumpf..
Spontan übernahm Sandra Engelmann als Sitzungspräsidentin mit Charisma und Fortune, als wenn es das Selbstverständlichste der Welt wäre. Chapeau! In der Mehrzweckhalle hingen zur Feier des Tages hunderte Bilder und Dokumente, als 29 Personen am 15. März 1993 im Gasthaus „Zur Pfalz“ den Verein gründeten, der heute weit über 200 Mitstreiter zählt. Mit pfiffigem „Dorfgeschwätz“ vom Feinsten eröffneten Corinna Martin und Silke Engelmann: „De Bier-Hahn hot uff und keener merkt´s. Die Pfalz hot zu, die Gärtnerei, die Apotheke und de Sheriff Egon gibt’s net me“, stattdessen ein kleiner Fußballcoach, „de Ändy Baumi“, der das Dorf aufmöbelt. „Gonzo“ (FCMW-Chef Jörg Ackermann) bekam sein Fett ab, zückte er doch aus seinem Wämmes´je 2025 eine Ehrungsliste aus dem Vorjahr…Rakete und Narrhallamarsch!

Genauso wurden die „Hefeteilcher“ zur Klavierbegleitung von Ramona Wöllstein mit ihren Sahneschnitt´chen a-la-bonheur gefeiert: Ob aufgespritzte Botox-Lippen, Merxheims bester Eierlikör von Doris Andrae oder Dessous von Hautnah-Venter in Kirn mit Anziehanleitung, „einsteigend“ von unten nach oben… was Christine Mathern da frank und frei vom Stapel ließ, erschütterte die Narhalla in ihren Grundfesten. Fastnachtsfreude pur & par Exzellent. Ob adrette Gardemädels (und Jungs), brillante Zwiegespräche mit stand-up-comedy, die Forbäänd, die Theater-AG Vergess de text oder die „Houseweiber“ – TV-reif inszeniert mit großartigen Talenten jagte ein Highlight das nächste.

Bevor das FCMW-Männerballett eine Handbreit nach Mitternacht das Finale einläutete, zogen die emphatischen Maiwald Buwe Ralf und Jörg in unnachahmlicher Weise lustig vom Leder: Herzerfrischend und authentisch-schnörkellos faszinierten sie das närrische Auditorium aus dem Stehgreif mit Kindheitserinnerungen im Kontrast zur „Jugend von heit´“. Luftgitarre spielend sang der ganze Saal lauthals Uijuijui… und ihre Hymne „…ich war 16“ mit und alle trauerten unvergesslichen Jugendjahren nach.

