Kirn. Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss der Stadt sowie dem Bauausschuss unter dem Vorsitz des Beigeordneten Michael Kloos ging es um die zweite Änderung und Beratung des Bebauungsplanes für die geplante Kita „Auf Kirau“. In diesem Kontext wurde nach Stadtratsbeschluss vom 21. März 2024 im veränderten Geltungsbereich „Im Herrschaftlichen Garten II“ ein Beschluss aufgehoben, weil sich dort der geplante Kita-Standort zwischenzeitlich auf die Kirau erledigt hat. Einstimmig wurden die einzelnen Punkte aufgerufenen und die Beschlüsse sowie die Offenlage dem Stadtrat empfohlen.
Bekanntlich ist im innerstädtischen Bereich ehemaliger Diso-Markt/Diakonie-Werkstätten an der Carl-Simon Straße im urbanen Gebiet der Standort einer Rettungswache im Gespräch – die Anbindung über die Carl-Simon und Sulzbacher Straße direkt zum Verkehrskreisel Altstadt/Kiesel wäre vorteilhaft, informierte Beigeordneter Martin Zerfaß die Ausschüsse über die derzeit laufenden Gespräche.

Für das Teilgebiet „Auf Kirau“ und den Kita-Neubau in der Verlängerung der Sporthalle, dem Rasen- und Hartplatz am Hahnenbach, da wo das Martinsfeuer entzündet wird, gingen nach Offenlage im Februar auf 17 Seiten 17 Stellungnahmen und Anregungen von Trägern öffentlicher Belange ein; – von den Bürgern kamen keine Einwände, teilte Kay Jakoby vom Ingenieurbüro Jakoby & Schreiner aus Kirchberg mit. Es gab keine Einschränkungen zum Baurecht dieser Kita. Die relevantesten Eingaben der Kreisverwaltung betrafen Hochwasser- und Starkregenvorsorge im Überschwemmungsgebiet des Hahnenbachs und den „barrierefreien Zugang in Hochwasserangepasster“ Bauweise. Ein Deichschutzstreifen von 7,50 Meter ab dem Deichkronenweg ist ausgewiesen. Bei den Hochwasser 1993 und 1995 blieb das Areal Kyrau-Sporthalle und die heutige Realschule plus trocken, informierte Zerfaß. Die Westnetz GmbH verwies auf die neu zu verlegende 110-kv Hochspannungsfreileitung von Niederhausen bis Idar-Oberstein und einen größeren Schutzstreifen von bisher 15 auf jetzt 22 Meter sowie einer maximalen Pflanzen- und Bewuchshöhe von zehn Metern. Fragen aus dem Ausschuss bezüglich der Strahlenbelastung entkräftete Kay Jakoby, es bestehe keine Gefahr auch nicht für die nahe Kita Ohlmannstraße.
Die Realisierung stehe ganz am Anfang – im Rahmen eines Architektenwettbewerbes erfolgen das Prozedere Planung und Kita-Neubau. Viele Einwände, beispielswiese der SGD Nord gegen Flächenversiegelung oder Oberflächenwasserbewirtschaftung, das Mischwassertrennsystem oder die neue Wasserhaushaltsbilanz bestehen in diesem Plangebiet teils seit Jahrzehnten. Weiter reichende gesetzliche Bestimmungen seien als Bestandteil im folgenden Bebauungsplan geregelt, informierte Jakoby. Der Stadtrat könne jetzt die Würdigungsvorlage mit den Stellungnahmen aus dem Beteiligungsverfahren beschließen und erneut offenlegen, so dass zeitnah ein Fortgang erfolgen könne, sagte er.

