Foto oben: VG-Beigeordneter Thomas Langguth (rechts) und VG-Wehrleiter Max Kraushaar (links) ehrten, Beförderten, ernannten und veraschiedeten Johannes Zauner als Jugendwart.

Bad Sobernheim. Wie selten zuvor war 2025 von bahnbrechenden Veränderungen und Umstrukturierungen im Feuerwehrwesen geprägt; – dies wurde bei der abendfüllenden Jahres-Dienstbesprechung im 152. Jahr der felkestädtischen Feuerwehr überdeutlich. „Wir waren wieder in 180 Einsätzen ganz stark vor Ort präsent. Jeder einzelne ist ein Zahnrad im Getriebe, wir brauchen alle Miteinander“, rief der Zugführer Matthias Giselbrecht aus, der mit Michael Ernst informativ die Versammlung leitete und den 108 Feuerwehrleuten, insbesondere den 65 Aktiven und ihren Angehörigen dankte. 14 Kameraden bilden die Polymer-Gruppe.

Ob digitale Alarmierung, Funkmeldeempfänger, neue Sirenen: Die Aufzählung ließe sich ellenlang vom Wegzug der integrierten Leitstelle über den Generationswechsel auf Führungsebene bis hin zum hauptamtlichen Wehrleiter in der VG Nahe-Glan samt zweier Gerätewarte fortsetzen. Für die 22-köpfige Jugendfeuerwehr berichtete Sören Jacobs, der für zehn Jahre als Jugendwart ernannt wurde. Er übernahm von Johannes Zauner, der dieses  Amt seit 2017 begleitete. Michael Ernst verlas den Jahresbericht für Gert Kühner von den Alterskameraden; – Marco Müller berichtete von der Einheit „Gefahrstoffzug“ mit 24 Personen, ihren Einsätzen und Großübungen bei Meffert (KH) und Ewald-Gelatineder. Detailliert ließ Chronist Michael Ernst auf 55 Seiten das Jahr Revue passieren.

Oben Brand in Meddersheim, darunter Übung Gefahrstoffzug bei Ewald-Werke.

Mit Max Kraushaar wurde zum 1. April 2025 erstmals ein hauptamtlicher Wehrleiter berufen –ab 1.Januar sind zwei Gerätewarte im Dienst. Kraushaar blickte zurück und voraus: „Knackige Einsätze bestimmten das Einsatzszenario“ – in Summe sei dies vom Ehrenamt allein nicht mehr zu leisten. Das Sachgebiet Feuerwehrwesen, Brand- und Katastrophenschutz wechselte vom Fachbereich Bürgerdienste/Bahnhofstraße ins Rathaus direkt zur VG-Büroleitung. Ein Social-Media Team wurde zwecks Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung gegründet. Eine Kleiderkammer ist im Feuerwehrhaus Johannisplatz eingerichtet. Der Wehrleiter informierte über rechtliche Rahmenbedingungen auf allen Ebenen, über die Alarm- und Einsatzplanung, die Feuerwehrbedarfsplanung mit Fahrzeugkonzept und Risikoklasseneinteilung in den Orten, woraus ein Maßnahmenkatalog entsteht. Im März 2027 wird die bestellte Schlauchpflegeanlage erwartet, Waschmaschine und Trockenschrank werden diese Woche installiert; – eine Facheinheit Drohne ist im Aufbau. Für die Einheiten Monzingen und Meisenheim werden Tanklöschfahrzeuge mit 3.000 Liter Wasser noch dieses Jahr erwartet, neben einem Mehrzweckfahrzeug für die VG Nahe-Glan (Meisenheim) erhalten die Standorte Merxheim und Odernheim Fahrzeuge. 2026 stehe unter der Überschrift „Strategische Aufstellung mit Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung“ und die Handy-Zusatzalarmierung mit Rückmeldefunktion. Während für das Feuerwehrhaus Lettweiler der Bauantrag vorliege, hänge Monzingen „nach kontroversen Debatten in der Luft“. Kraushaar dankte den Wehrleuten und den Kommunalpolitikern auch für persönliche Unterstützung.

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