Dass ein Regierungswechsel in Mainz bevorsteht oder fix ist, ist bei allem Wahlkampfgetöse, Umfragewerten von wem auch immer eine Mär und längst kein Selbstläufer: „Der Spatz in der Hand ist mir lieber als die Taube auf dem Dach“ beschreibt, was man hat weiß man, und was man bekommt eben nicht. Überhaupt: Wie all die Wahl-Versprechen bezahlen? Egal von wem. Aber sechs Wochen vor der Wahl machen die Christdemokraten keine glückliche Figur. Viel zu viele standen auf der CDU Landesliste und acht Tage später preschte der CDU „Wirtschaftsflügel“ gegen die Teilzeit vor. Der Wähler unkt „Bevormundung- bodenlose Frechheit“, der SPIEGEL titelt in Woche 5-2026: „Politischer Krawall ohne Verstand“. Interessant ist, dass der Wähler sofort reagiert und Finten durchschaut, wenn er hinter die Fichten geführt wird. „Früher“ konnte man schimpfen auf die da oben in Bonn & Berlin – heute sind es im alten Trott dieselben. Reiche, Frey, Schnieder oder Dobrindt? – Lieschen Müller und Otto Normalo fragen auf den Marktplätzen kopfschüttelnd. „Leben die schon lange hier bei uns in D? Kennen Sie die Abgabenlast?“ Nebelkerzen, Ablenkungsmanöver und das Gegenteil von dem tun, was man sagt, verunsichert die Bevölkerung auch in RLP. Einzig Reul in NRW kämpft wie ein Berserker gegen Verbrechen, Clan- und Wirtschaftskriminalität, damit D nicht wie Berlin im Sumpf und Anarchie versinkt. (WeLT-Reportage: 26.1.2026) Ist es nicht so, oder doch und warum?

„Im Bund fischt Merz im Teich der AfD“, schreiben Zeitungs-Leser wie Hans Lang-Hagel. Und mit seiner spontanen Momentaussage zum Stadtbild „Brandmauer zeigt Risse“ schreibt Werner Bohn aus Bad Sobernheim und fragt: Wen meint er? Bauarbeiter, Gastronomie, Fußballvereine, Krankenpersonal? Um zu folgern, dass überall „viele mit dunklen Teint und schwarzen Haaren“ arbeiten… (>Werner Bohn). Sind es zu viele handwerkliche Fehler, ist es Überheblichkeit, Polemik, oder lässt man selbst in der christdemokratisch dominanten Eifel der CDU in der Opposition nicht mehr alles durchgehen?  Erinnert sei an die Landrätin, die als selbsterklärte „Landrätin aller Bürger“ in Bad Sobernheim Roland Ruegenberg mithalf, aufs Tableau zu hieven und die es selbst geradeso mit 54 %, mit Ach & Krach, zur Wiederwahl schaffte… da dürfte jedenfalls die Felkestadt keine CDU-Hochburg werden. Genau vor diesem Hintergrund bleibt es trotz SPD-CDU Koalition unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer spannend, wie viel die AfD erneut hinzu gewinnt. Auf Stammwähler ist kein Verlass, die unzufriedenen Wechselwähler entscheiden an der Urne. Bernd Hey.

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