Meddersheim. „Was soll ich machen?“ (Foto oben) scheint Ortschef Bernd Schumacher zum Thema Neubaugebiet „Am Klastein“ zu fragen. Er war „sauer“ und konnte seinen Unmut bei der jüngsten Gemeindeparlament nicht verbergen: „Höchst ärgerlich und merkwürdig“. Bauabnahme war am 3. Dezember, tatsächlich könne die Endabrechnung über ein Volumen von über zwei Millionen Euro eine Woche später vorliegen, und auch die Vermessung der einzelnen Grundstücke sei bislang nach fast vier Monaten nicht eingetragen. Hat zur Folge, dass alles ruht, Häuslebauer mit den Hufen scharren, die vereinbarte Baufinanzierung davonlaufe und teils nicht eingehalten werden könne. Das Gemeindeparlament legte den Quadratmeterpreis vorsorglich „ins Blaue“ mit 140.- Euro fest. Als Grund nannten Beigeordnete, dass für die bauausführende Firma Eiffage der milliardenschwere Eli Lilly-Bau in Alzey höchste Priorität habe.
Bernd Schumacher teilte mit, dass die Firma DATA-Bau bis Ende April mit dem Breitbandausbau fertig sein will, zuvor werde mit dem „Einjetten“ des Lichtwellenleiterkabels begonnen. Zwei Standorte von Verteilerkästen seien Suboptimal. Fehlender feiner Sand für die Pflastersteine wurde ins Protokoll mit aufgenommen, ansonsten gebe es aus der Bevölkerung nur Lob, teilte das Dorfoberhaupt mit.

In Punkto Kita-Rasselbande teilte Schumacher mit, dass die VG-Nahe-Glan an einem Ankauf der Immobilie interessiert sei. Nichtdestotrotz stehen mit dem Umbau und der Erweiterung zu einer fünfgruppigen Kita Kosten i.H.v. 3,9 Millionen Euro für die drei Zuordnungsgemeinden Meddersheim, Bärweiler und Kirschroth auf der Agenda. Diese Variante sei wegen dem Neubaugebiet (NBG) „Am Klastein“ notwendig. Ein Kita- Neubau bei der Winzergenossenschaft vor fast zehn Jahren für über 7 Millionen Euro wurde frühzeitig gecancelt.
Bernd Schumacher teilte mit, dass das evangelische Pfarr- und Gemeindehaus neben der Martinskirche verkauft wurde. Aufgrund zahlreicher „Baustellen“ und eigener Liegenschaften konnte laut Kommunalaufsicht die Gemeinde das markante und ortsbildprägende Gebäude von 1850 nicht kaufen. Bei der Vermessung kristallisierte sich interessanterweise heraus, dass der eigentliche Zugang zum Friedhof nicht im Gemeindebesitz ist und die kein Wegerecht hat.
Eine grabenlose Kanalsanierung im Inliner-Verfahren der Firma Umweltservice Erles aus Meckesheim läuft in der Weinbaugemeinde: Dauer 1 ½ Jahre, Kosten: Weit über eine Million Euro. Bis dato ist bekannt, dass der Kanal vom Taubenhöhler Weg/ Bachstraße kaputt und zu gering dimensioniert ist und von Grund auf neu ausgebaggert und verlegt werden muss. Der fußläufige Gartenweg „An der Wied“ als Abgrenzung zum künftigen Bauhof /Meisenheimer Straße wurde wieder in-Dienst gestellt. Nach Jahrzehnten Planung soll 2027 Bauhof-Baubeginn sein. Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung wurden 63.000 Euro, und für Notstromanlage und Fenster mit Rauchabzug im Gemeindesaal 156.000 Euro aus 2025 in dieses Jahr übertragen.

