www.heylive.de blickt zurück. Das Foto von 1954 oben zeigt einen ganzen Hammel und ein Rinderhinterviertel – im Vordergrund Innereien vom Kalb, links und rechts bratfertige Fleischstücke in Reihen, fertiges Mett, Hack, Pökelzunge, Niere und Ochsenschwanz. Mit viel Herzblut und bunter Farbenpracht arrangiert…Zur Bestückung wurde der massive Rahmen ins Ladeninnere gezogen. Und dann ging`s los: Passt die Platte mit dem Kalbskopf hierher? Wo soll die Platte mit dem Rinderbries`chen hin? Dazu wurden auch durchaus Stammkunden mitten auf der Gaß` befragt – mit den Kunden wurde geredet…Kundengespräche geführt.

Region./Mittlere Nahe. In den Dorfkneipen gehen die Lichter aus! Politiker jeder Couleur versprechen wie der Rattenfänger von Hameln auf Stimmenfang 2026 das Blaue vom Himmel. Man darf nach der Wahl gespannt sein wie ein Flitzebogen. Auch Dorfläden haben kein Auskommen mit dem Einkommen – müssen sich trotz Sponsoren & kommunalen Zuschüssen und Lieferservice wie am Soonwaldrand in Winterbach nach der Decke strecken.

Jetzt geht das Metzgersterben weiter. In Abtweiler haben Edda und Peter Landfried am Dienstag, 10. März 2026, die letzte Wurst gemacht und Dosen gefüllt, in der Felkestadt will mit Ralf Bregenzer der letzte produzierende Fleischermeister aufhören… lange Ären enden: 2023 sperrten Theo und Kornelia Geib in Duchroth nach 98 Jahren samt Filiale/Staudernheim zu. F.-J. Halbhuber hielt in Odernheim, Herrmann in Merxhein, Kaufmann in Monzingen oder die Wildkammer in der Felkestadt bis zuletzt die Stellung. 2001 gingen 30 Fleischer aus 12 Betrieben in Fastnachtsümzügen in Merxheim und Bad Sobernheim auf die Gaß`- in Meddersheim wurde beim Weinfest „Ochs“ am Spieß aufgehängt… Weißt Du noch, damals – die Zeit rast. (Fotos unten)

Ein www.Heylive.de Steckenpferd und Highlight sind Schaufenster. Sie sprechen quasi eine „sichtbare“ Sprache; – weckten zu jeder Jahreszeit mit einem festlichen Charakter und Schauplatten das Interesse der „vorübergehenden“ Laufkundschaft. Schaufenster  waren die Visitenkarte einer modernen und leistungsfähigen Fleischerei, weckten Appetit und präsentierten eine starke Handwerkszunft in geballter Vielfalt samt Service und Kundennähe…. Die Stammkundschaft wohnte um die Ecke. Und dennoch war die Konkurrenz groß und jeder musste sehen, wie er gegen sie bestehen kann. Aber es funktionierte!

Heute sind die Innenstädte tot, die Infrastruktur ist marode, Gebäude verfallen, wenn sie nicht zu Wohnungen werden. Alles hat eben seine Zeit. Als Schaufenster noch richtig aussagekräftige „S-c-h-a-u- fenster“ waren, war die Welt eine ganz andere:  Zu sehen unten ist eine preisgekrönte Präsentation aus der Schweiz mit „geselchtem“, meist heiß-geräucherter Koch-Pöckelware, ein wahrer Eyecatcher und Blickfang.

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