Otzweiler. 50 Jahre Ostereiersuchen beim Trampclub Otzweiler (TCO) war der Rekordbesucherkulisse am Ostersonntag bei Bilderbuchwetter im Rückwald am Rettungspunkt 6211-066 ein kräftiger Applaus wert; – mit vier Monaten war Simon Graf der jüngste Bub. Erinnerungen wurden wach, als Mitte der 1970-er Jahre in Otzweiler im Unterdorf in Heye ` Haus in der Brückenstraße die Hühnereier von den Tramps eigens noch gekocht und gefärbt wurden. Mittlerweile werden bunte Eier über die Kita „Regenbogen“ in Becherbach geordert. Über 15.000 wurden in fünf Jahrzehnten versteckt. Für den TCO-Chef Norbert Gehres, Tobias Neu, Adrian Graf und Hans Henrich war es Ehrensache, Eier und Süßigkeiten in zwei Bereichen für die Kleinsten und die Schulkinder in aller Herrgottsfrüh zu verstecken. Beim Fototermin wurden die Körbchen aufgefüllt und jedem ein Schoko-Hase ins Nest gelegt. Niemand ging leer aus. Zur Feier des Tages gab es ein Würstchen im Weck für die Racker gratis. Seit 1977 werden die ersten TCO-Grillspezialitäten der Saison traditionell von Manfred Köhl und Werner Schneider zubereitet und fanden reißenden Absatz.

Aufgrund seiner Nähe zum Truppenübungsplatz Baumholder waren es alliierte Soldaten, die in den 1950-er und ´60-er Jahren Kinder und ganze Schulklassen zum Ostereiersuchen oder Eierschaukeln und –werfen einluden und heißen Kakao, Backwerk und Geschenke, Erdnussbutter, Süßigkeiten wie Chewing-Gum oder bunte Malstifte verteilten. 1990 wurden alle Süßigkeiten und Schokosachen nach einem Aufruf der Kirner Zeitung und der Aktion „Helft uns Leben“ mit weiteren haltbaren Lebensmitteln und Stofftieren nach Rumänien verschickt. Oft wurden die bunten Eier im Schnee versteckt. Mehrere Generationen aus allen Himmelsrichtungen kamen nach Otzweiler und hatten viel Pläsir.

Am Gründonnerstag nahmen 52 Spieler beim traditionellen Preisbull-Turnier des TCO im Gemeindehaus teil. Mathias Lill aus Sien gewann vor Ingrid Mildenberger aus Heimweiler und Familie Anton aus Hennweiler.

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