Bad Sobernheim. Mit Justin Braun aus Niederalben stellte die Felkestadt am Marktplatzbrunnen den Festwirt und organisatorischen Betreiber der diesjährigen Johanniskirmes vom 26. bis 29. Juni vor.  Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Sobernheim sei „angenehm und konstruktiv gewesen, die Kerb wird uns allen viel Spaß machen“, resümierte der 29-jährige aus Niederalben, Schausteller in vierter Generation. Die besondere Situation in Bad Sobernheim mit kolportierten Ungereimtheiten, seit Ruegenberg im November das traditionsreiche Volksfest infrage stellte, sei ihm bekannt. Ebenso Nebenschauplätze wie zuletzt mit Ralf Leonhard vom Schaustellerverband, der eine Klage in Aussicht stellte, was für Verzögerungen sorgte (wir berichteten): Jetzt sei Eile geboten; – noch diese Woche werden alle 25 potentiellen Fahrgeschäfte, Vereine, Schausteller und Standbetreiber angeschrieben.

Justin Braun (Foto oben, 2.ter Rechts) habe sich im Vorfeld gekümmert, lobten seitens der Stadt als Veranstalter, die den Hut aufhat, Stadtchef Roland Ruegenberg und Dominique Corazolla (CDU). Vorbei und wie weggefegt war das Hickhack und Querelen vergangener Monate. Neben Kinderkarussell und Preßluftflieger bringe Braun viel Erfahrung im Ausschank und der Biergarten-Gastronomie mit, er gebe seit drei Jahren beim Heimbacher Brunnenfest in Meisenheim den Festwirt. Sofern es mit dem Strom und Westnetz klappe, stellte er ein großes Fahrgeschäft in Aussicht. Auf Nachfrage dieser Zeitung werde beim kommunalen Frühschoppen montags auf dem Johannisplatz ausreichend Bedienung anwesend sein. Das war im vergangenen Jahr nicht so, und wenn die Gäste auf dem Trockenen sitzen, kann sich der Festwirt noch so sehr nach der Decke strecken und macht keinen Umsatz.

Foto oben 2025. Die Standgebühren wurden im Vorfeld hinterfragt, alles bleibe wie in Vorjahren beim Alten und wie gehabt, lediglich Vergünstigungen (AWO und FC 2015) werde es nicht geben, sagte Justin Braun. Noch einmal ließ Dominique Corazolla die zurückliegenden Monate Revue passieren: Zuerst habe man sehr früh Ralf Leonhard vom Schaustellerverband kontaktiert, er habe als Festwirt abgelehnt. Dann habe sich über den Meisenheimer Stadtbürgermeister herauskristallisiert, dass Justin Braun „für die Felkestadt und in unserem Sinne die absolut richtige Wahl ist“, verteilte Corazolla Vorschusslorbeeren:  „Wir sind als Stadtratsmitglieder gewählt, alle vier Fraktions-Vorsitzende treffen sich regelmäßig. Die Chemie stimmt und wir pflegen ein sehr gutes Miteinander zum Wohle der Stadt“, lobte der CDU Fraktionschef, der mit Ully Mathias, der früheren Leiterin vom Veranstaltungsmanagement der Felkestadt, das Festprogramm fortschrieb und der euphorisch nach vorn auf die Johanniskerb vom 26. bis 29. Juni blicke. Sie wird traditionell nach dem Johannistag zu Ehren von Johannes dem Täufer gefeiert. Und wie jedes Jahr werde es freitags auch ein Eröffnungsfeuerwerk geben.

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