Weiler. Den Weilerern ist ihr Marktplatz als Kommunikationszentrum und liebstes Kind hoch und heilig; – das wurde im Rahmen eines Brainstormings mit Workshops während der seit 2021 laufenden Dorferneuerung überdeutlich. Der Maifeiertag war außerordentlich gut besucht – Sonnenschein, gutes Essen von der Metzgerei Dirk Schmidt, gekühlte Getränke in Fläsch´chen zu annehmbaren Preisen, Kinderbelustigung, Musik vom Kirner Musikverein 1878, eine Traktorschau mit mehr als zwei Dutzend Bulldogs und eine tolle Kuchen- und Tortenauswahl ließen keine Wünsche offen… aus allen Himmelsrichtungen kommen die Besucher am 1. Mai mit Kind und Kegel per pedes.

Der Ortsgemeinderat Weiler mit Andreas Strohm an der Spitze votierte einstimmig für die finale Entwurfsplanung, die Uwe Franzreb vom Ingenieurbüro SIA/Alzey vorstellte. Am 27. Mai wird sie den Fördermittelgebern und der ADD bei einem Besuch auf dem Marktplatz in Weiler präsentiert. Die Fläche verringerte sich um 200 auf knapp 2.000 Quadratmeter und ist zweigeteilt in den Straßen- und Gehwegeausbau mit Förderung aus dem I-Stock und den Freianlagen, die im Rahmen der Dorferneuerung mit diversen Fördersätzen bezuschusst wird.

Die Erweiterung um das denkmalgeschützte Rathaus, der Abriss des Hauses Lisa Dalheimer, Wasserzählerschacht, ein Kneipp-Becken sowie ein Kinderbecken und ausreichend Platz für Sitzbänke und ein Festzelt wurden im Vorfeld aufgrund der Topografie sowie notwendiger schattenspendender Baum-Begrünung lebhaft diskutiert und konstruktiv in die Planung integriert. Es ging im Kern um die Entsiegelung und weniger Wiederversiegelung: „Kein Mensch setzt sich im Sommer auf eine heiße Asphaltdecke“, das Gesamtensemble sei ein Wohlfühlort für alle Generationen, resümierte Renate Scheffold von der VG Nahe-Glan. Anscheinend wollen die Weilerer nicht auf den Ausbau der Windräder im nächsten Jahrzehnt warten; – jedenfalls brachte Ratsmann Felix Kehl eine Wiedervorlage und Überprüfung von Westnetz oder E-on für mögliche PV-Freiflächenanlagen ins Spiel, dessen Beratung bis auf eine Gegenstimme neu betrachtet wird. Als Gemeinderat müsse man Einnahmen generieren – auch in der Weinbaugemeinde Weiler liegen zunehmend Wingerte oder so genannte „Magerwiesen“ und geeignete Flächen brach, die dafür genutzt werden könnten. Anders als bei Windrädern werde der erzeugte PV-Strom eingespeist und abgenommen.

