Bad Sobernheim. Das Schulfest zum 30. Namenstag des Emanuel-Felke-Gymnasiums in der Poststraße mit über 500 Ehemaligen war ein gesellschaftliches Ereignis. Aus der Staatlich Neusprachlichen höheren Bildungsstätte am Amtsgericht wurde mit dem Zusatz mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium 1996 das heutige EFG.   

Pausenfüller und Makulatur wurde das vorbereitete Bühnenprogramm: Die Donnawetter Powerfrauen um Sandra Weiss (Abi 2015) und ihr Song „Wunder gescheh`n“, oder das glänzend aufspielende Blasorchester Staudernheim mit Rock-Pop-Klassikern vom Feinsten. Viel lieber feierten die Pennäler an den  Stehtischen im Schulhof ihr Wiedersehen. Sie alle schwelgten in Erinnerungen „…weißt Du noch, damals ?“, an den Abistreich, kramten olle Kalamitäten,  Anekdoten und Episoden hervor und erkundigten sich um den Werdegang und das Wohlbefinden der Schulfreunde. Schließlich gab´s gewöhnlich in jeder Stufe einen Klassenclown oder Streber, ein Mädchenschwarm, Kümmerer oder Klassensprecher. Entsprechend war bei den Konterfeis der Jahrgänge, die sich in den EFG-Fluren verewigten, kaum ein Durchkommen. Geführte Rundgänge durchs Haus gab es: „Wir sind hier erzogen worden“, rief unterwegs Kinderarzt Dr. Rainer Lauf aus. In zwei Räumen liefen Filme von Klaus Timm und Klaus Martin aus den 1980-er Jahren.

Mundartpoet und Bluesikant Gerhard Engbarth sagte: „Wir 68-er gingen nicht konform mit den älteren Lehrherrschaften und wir mussten nach einem wilden Jahr 1969 unsere Zeugnisse einzeln im Sekretariat abholen“ – auch ein Jahr später war die Abifeier ein No-Go. Nußbaums OB Kai Wiechert (Abi: 1990) lobte dieses Kameradschaftstreffen in höchsten Tönen, wo man Schulfreunde einer ganzen Dekade trifft; – seine Frau Anke Wiechert war 1996 der erste EFG-Jahrgang. Am Samstag arrangierte sie nach 30 Jahren ein Klassentreffen. Mittendrin unter den weit angereisten auch Verena Schlarb aus Meddersheim (Abi: 2000) die nach den Ferien im Stadtkirchenbezirk in Mannheim Dekanin wird. Oft wurde mit sekt angestoßen (Foto unten). 

Rebecca Weinmann und Björn Büttner luden ein: „Ich hatte mit 100 gerechnet, am Ende hatten sich über 500 angemeldet“, war der Sportlehrer geflasht. Bis auf den Abi-Jahrgang 2026, der im Prüfungsstress steckt, waren viele Schüler im Service eingebunden, Der EFG-Förderverein Maltesia betrieb eine Bar, die AWO lieferte Stehtische, der FC 2005 Biergartengarnituren und das Heimatmuseum Priorhof stellte 12 Stellflächen über den Namenspatron Emanuel Felke aus. Über ein Dutzend freie Mitarbeiter des „Öffentlichen“  outeten sich, eine Fotoausstellung erfreute sich größter Beliebtheit und von dieser Zeitung waren alle Jahrgänge samt Abi-Motto dokumentiert und hingen aus: „Ein brillanter Jahrgang mit vielen Einsen“, war da des Öfteren zu lesen. In Anlehnung an Harry Potter verließen 68 im März 2015 die „Kammer des Schreckens“, der letzte G 9-Jahrgang baute sein Abi 2016 und die 27 Abizeugnisse 2020 wurden wegen Corona in zwei Etappen übergeben, die „Las Vegas“ Abifeier fiel aus, das Abikleid blieb im Schrank. Bernd Hey.    

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