Der Schweinschieder Grumbieremarkt No.25 ist Geschichte. Über 70 Stände plus Flohmarkt, Oldtimer Ausstellung, Kartoffeln in jeder Form, Kuchenbuffet bis der Arzt kommt -und auf dem Dorfplatz war den ganzen Tag für Groß und Klein viel los. Seit 25 Jahren ist auch Udo Barth aus Becherbach bei Kirn (FOTO OBEN) mit seinem Deutz, Bj. 1986, mit von der Partie und er hat allerlei Raritäten, Handwerksutensilien oder Werkzeug dabei, die man immer braucht. Was wäre das Leben ohne einen 19-er Gabelschlüssel, eine Spaten, einen Engländer oder eine Kombizange, ohne dass man eine Do-it-yourself-Arbeit gar nicht erst anzufangen braucht. Das Angebot bei äußerst zivilen Preisen (Federweißer 2.- €, GROSSE Bratwurst/Rindswurst 2,50€, GROSSE Cola/Fanta im appetitlichen GLASfläschchen 2,- € Bar-Cash ohne leidiges Pfand) ließ keine Wünsche offen. Chapeau!

Was das kleine Dörfchen einmal mehr auf die Beine stellte, war Straßenfeger und Publikumsmagnet. Tausende folgten dem Lockruf guter Gastfreundschaft. Schweinschied zählt 117 Einwohner, ganz genau wusste das Rudolf Maurer, Provinzial-Versicherungskoryphäe. Er sei der Fünftälteste im Ort und bedauerte sehr, dass jedes fünfte Gebäude mittlerweile leer steht. Was da die Schweinschieder samt attraktivem Rahmenprogramm auf die Beine stellten, ist eine Riesenleistung. Ortsbürgermeisterin Julia Konrad lobte im Amtsblatt das Organisationsteam, die ehrenamtlichen Helfer*Innen, Fleiß & Tatkraft, ohne die der Grumbiermarkt in dieser Form nicht möglich sei. Ihr Grußwort stand unter der Überschrift: TRADITION, GEMEINSCHAFT & HEIMATLIEBE und sie appellierte daran, dies mit einem Lächeln oder einem freundlichen Wort wertzuschätzen. Chapeau!

Sehen & gesehen werden – weißst Du noch, damals…?: Große Themen in der kontakfreudigen Kommunity waren eine grottenschlechte Politik in Berlin bis in unterste kommunalen Ebenen mit Griff ins Portemonnaie. Krankmachende und Ängste schürende Raffgier, Kriege und Wettrüsten in der Weltpolitik inklusive Preise an der Tanke, in der Werkstatt, Gastronomie oder bei Dienstleistern, die aus dem Ruder laufen und nur eine Richtung kennen. Dies bestimmte die Wiedersehensfreude vieler Besucher untereinander. Und viele bedauerten, kaum von der Stelle zu kommen, so viel „Mitteilsames“ habe sich aufgestaut. Mehrmals seit Corona Thema: Das Gesellige im Alltag gehe verloren, man sehe keine Menschen mehr „uff de Gaß“, bedauerten viele.


