Monzingen. Beim Weinwanderweg-Fest an der Mittleren Nahe am dritten Septemberwochenende kehrte gerne die Stammkundschaft ins Bäckerei-Fachgeschäft von Bäckermeister Thimo Kehrein in der Monzinger Hauptstraße 72 ein und gab sich für ofenfrische Brötchen und süßes Backwerk die Türklinke in die Hand.
Die Einheimischen wissen „seit ewigen Zeiten“ den altehrwürdigen Familienbetrieb zu schätzen, viele Kunden kommen aus umliegenden Orten bis Bad Kreuznach angereist. Für süße Leckereien ist die Bäckerei Kehrein ein Geheimtipp; – die Theke mutet an wie im Schlaraffenland, und es duftet nach frischem Hefeteig, nach Kaffee und zahlreichen Aromen. Hinter Sichtschutz findet sich eine reiche Kuchenauswahl und frisches Backwerk, in der Theke sind Puddingschnecken, Granatsplitter, Sandgebäck und eine bunte Vielfalt von appetitanregenden Teilchen und „Kaffestückchen“ Hingucker, schließlich isst das Auge mit. In der Tat lässt das kleine Lädchen von seiner Brötchenvielfalt über „Coffee to go“ bis zu einem Grundnahrungssortiment keine Wünsche offen. Im Geschäft befindet sich neben einem Stehtisch und gekühlten Getränken noch eine Postfiliale; – vor der Bäckerei kann man bequem auf einer Bank relaxen und außerdem erhalten hier die Wanderer auf dem Hildegard von Bingen Wanderweg ihren Pilgerstempel.
„Mit ganz viel Liebe und Herzblut sind alle Teilchen vom Chef persönlich kreiert und handgemacht“, schwärmt Mirjam Steglich. Sie bildet seit 2020 mit Valentina Schwarz, die seit über 20 Jahren fast schon zum Inventar zählt, das Verkaufsteam. Leider sind die klassischen Handwerksbetriebe wie Metzger oder Bäcker in den Dörfern rar geworden. Umso mehr loben Kreishandwerkerschaft, Soziale Medien, die örtliche Homepage oder Bewertungen in der einschlägigen Fachpresse: Sie alle wollen solchen Vorzeige-Handwerksbetrieb nicht missen und sind überschwänglich voll des Lobes über den „supernetten Service, die hervorragende Qualität und riesige Auswahl von wertvollen Leckereien. Gut, dass es heutzutage so eine Art Bäckerei gibt“, lauten die Lobeshymnen, oder „…manchmal braucht es gar nicht viel, um ein kleines Stück Nostalgie aus der Kindheit neu zu entdecken. Chapeau!“
Zum Foto ganz oben: Mirjam Steglich (links) und Valentina Schwarz haben für die Kundschaft immer ein nettes Wort oder ein fröhliches Hallo auf den Lippen. Die Bäckerei im Dorf ist auch ein Kommunikationsmittelpunkt. Foto: Bernd Hey.

