PKV vs GKV vs Barzahler, damit Kassen zocken können?!

Region. Oktober 2026. Wie und wo versichert, muss im Ernstfall, wie in Merxheim (Foto oben), egal sein. Das Krankenkassenkärtchen will jeder. Zweifellos sind Reformen überfällig – aber es muss eine Rosskur ohne Zank und Tabus, ohne Animositäten und mit Fachkompetenz über Parteigrenzen hinaus geben, will D sein erworbenes Champions-League Level wahren. Über Jahrzehnte rammten Lobbyisten Pflöcke ein, überall bei Dienstleistern, Versicherungen, Landwirten, bei Ärzten und Apotheken (Günter Jauch: E-Rezept Shop-Apotheke), werden die Regularien einer freien Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage konterkariert und mit zweierlei Maß gemessen, denn: „…wer am lautesten schreit, hat selten recht, aber ihm wird geholfen“. Das Gesundheitswesen gehört als Daseinsvorsorge verstaatlicht, weil es auf der Intensivstation liegt, private Akteure das System ausbeuten und Abteilungen schließen, die keinen schnellen Profit abwerfen. Es ist kriminell und ein Hohn, wenn gierige Krankenkassen mehrere hundert Millionen € mit Immobilienfonds und dunklen Machenschaften verjubeln. Dafür Zuzahlung? Mit Krankheit darf kein Reibach gemacht werden, koste es was es wolle. Die Sozialsysteme sind hoffnungslos überlastet: „Schulsozialarbeiter am Limit“ – Leistungsdruck, keine Struktur und das Konsumieren Sozialer Medien seien der Grund. Und das setzt sich im Arbeitsleben fort: Ein Drittel der Azubis ist wg. Überstunden, Personalmangel und Geldnot stark belastet. Beispielsweise. Baustellen überall!

In hiesiger Region muss sich das Kirner Krankenhaus, Geburtsort des Autors,  in die Diakonie fügen. Das Licht der Welt kann man in Kirn schon lange nicht mehr erblicken, es ist, wie sie ist. Ein Limbacher Bürger klagte infolge einer Milz-Entfernung über Schweißausbrüche, Angst, Kreislaufkollaps und Schmerzen, die Ultraschalluntersuchung in Kirn ließ auf sich warten „weil im Moment keine Zeit da ist“, auch das ist kein Einzelfall –wie überall Alltag bei allem Lob für Befürworter, Mitarbeiter und dem Förderverein seit 1977. In den meisten Fällen ist der Hubschrauber mit Notarzt sehr schnell da, in Merxheim, Meddersheim, Monzingen oder Martinstein i.d.R. in 10 Minuten! Auch gehört zur Wahrheit dazu, dass in einer „Regioklinik“ Kirn um 16 Uhr der Hammer fällt und mangels Rentabilität keine Notfallversorgung 24/7 vorgehalten werden kann. Das wäre Wunschdenken. Punkt.

Leidiges Thema einer Drei-Klassen-Gesellschaft: „Ohne Privatversicherte würde es für uns alle teurer“ titelte FOKUS-online. Fakt ist, dass die Ungleichheiten der privaten Krankenversicherung (PKV) und der gesetzlichen (GKV) und die Arzthonorare insgesamt ein Buch mit sieben Siegeln, besser gesagt ein ausgeklügeltes System, eine „Einheitliche Bewertungsmaßnahme (EBM)“ nach Punkten als das zentrale Gebührenverzeichnis für niedergelassene Ärzte, generell ist. In der PKV gilt die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die einen Steigerungsfaktor der Behandlung bis zum 3,5-fachen zulässt. Bei Begründung haben kann. Aber nützt das dem Patienten? 

Jede Arztpraxis ist auf Privatpatienten angewiesen, solange Leistung nicht bezahlt und das Honorarsystem vereinheitlicht wird. Eine Untersuchung ergab, dass Kassenpatienten 25 Tage und der Privatpatient sofort oder innerhalb von 1o Tagen an die Reihe kommen. Heute klafft die Schere viel weiter auseinander, 45 Tage bis ein halbes Jahr sind bei der GKV die Regel, wenn überhaupt, meist werden keine Kassenpatienten mehr angenommen, was landauf landab selbst der Bundesregierung bei ihrem Niedergang und Mangelverwaltung als ein „Gerechtigkeitsproblem“ einer Drei-Klassen-Gesellschaft dämmert und aufgefallen ist.

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