Region Nahe-Glan Spansau, Füllselkartoffeln und Federweißer – in jedem Herbst im goldenen Oktober eine kulinarische Köstlichkeit und ein Must-have. Vor 40 Jahren titelte der Stern in einer Hommage über den aussterbenden Metzger um die Ecke: „Meiner war der Beste!“ Vor 20 Jahren, 2006, berichtete www.heylive.de über die Auswirkungen nach dem BSE-Skandal und beleuchtete die Nahe-Glan Region in einer Reportage vor dem Hintergrund einer aussterbenden Spezies und mangels Betriebsnachfolger und fehlenden Auszubildenden unter der Überschrift, so, wie es Jugendliche ausdrückten: „Dick, dumm, fettisch und blutverschmiert!?“. Fakt ist, dass die Zunft und die Hausmetzger auf lange Sicht immer weniger werden und bei der im Anhang angefügten Reportage in der Kirner Zeitung vom 21. Oktober 1988, also vor 38 Jahren, in der Headline steht „Vom Aussterben bedroht“. Eine interessante Lesegeschichte, die erwähnten Landwirte hörten schon lange auf und natürlich geht das Leben weiter. Zur Tatsache gehört aber auch, dass die Zeit rast, in vielen Orten kein Stück Rindvieh und kein Schwein mehr im Stall steht und sich die Tierhaltung auf große Mastställe konzentriert. „Früher“ gab es noch Hausmetzger, die es in den Winermonaten auf über 40 Hausschlachtungen in einer Saison brachten, Einweckten, die Plunz mit Schwartenmagen füllten, frische Hausmacher je nach Wunsch produzierten, Wurst räucherten und den Kindern ihr Würstchen angepassten… www.heylive.de blickt gern nostalgisch in die Vergangenheit zurück und wünscht guten Appetit bei dieser regionalen lukullischen Köstlichkeit.


