Bad Sobernheim. Die Stadtranderholung der Arbeiterwohlfahrt im Staaren läuft und ist voll ausgebucht. 105 Kinder sind mit von Partie, zehn stehen auf der Warteliste – im vergangenen Jahr waren es 65. „In einer Stunde war die Ferienfreizeit ausgebucht. Mehr geht nicht, weil ehrenamtliches Personal fehlt“, freute sich die Erste Vorsitzende Johanna Schönheim. 16 Betreuer plus dem Orga-Team und einige Eltern sind ausgelastet. Beim obligatorischen Fototermin waren die Kinder hellauf begeistert und die Freude riesengroß. In Gruppen präsentierten sie sich beim Mühle- oder „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel, beim Fußballspielen oder Malen und präsentierten stolz Serviettentechnik auf Flaschen und ihre kreativen Ergebnisse.

Der 13-jährige EFG-Schüler Even Faber im Shirt des FC Barcelona ist zum vierten Mal dabei und er lobt ebenso wie Conner Quint oder Felix Schönheim aus Bockenau das Preis-Leistungs-Verhältnis und die überaus nette Atmosphäre in höchsten Tönen und dass man hier bei einem attraktiven Programm neue Freunde trifft, ins Schwimmbad geht und lecker Essen kann.
Übrigens gibt es ein reichhaltiges Frühstück mit viel Obst, ein dreigängiges Mittagessen und Abendessen. Zwischendurch Kuchen, Snacks, Rosinenbrötchen oder Eis, bis die Kinder gegen 18 Uhr abgeholt werden. Danach wird wie bei der AWO-Stadtranderholung üblich, Essen und Frischgezapftes für Erwachsene oder Stammgäste angeboten und verkauft, dessen Reibach wiederum wie seit Jahrzehnten der beliebten Aktion zugutekommt. In der Küche hat das Team um Mahsun Kalbisen, Vize Dominik Strehl und Anita Sulistyaningsih den Hut auf; – gekocht wird frisch in der AWO im Bürgerhaus Alte Grundschule. Die AWO ist in der Felkestadt seit Gründung 1971 tiefverwurzelt und ein Generationenprojekt. Kinder von einst sind heute Förderer oder Betreuer: Die 28-jährige Meddersheimer Erste Vorsitzende Johanna Schönheim ist seit 14 Jahren, ihr halbes Leben lang, in der AWO aktiv und lernte auch hier ihren Verlobten kennen. In der Ferne läuten die Hochzeitsglocken…
Donata und Mario Wolf sind seit 45 Jahren dabei, Karin und Kurt Geiß haben zwei Dutzend Jahre voll – die Stadtranderholung sei für alle Generationen ein Jahreshighlight. Der amtierende Stadtbürgermeister glänzte bislang durch Abwesenheit und „diese fehlende Wertschätzung sei bis dato in der Felkestadt eben anders als früher oder anderswo wie etwa in Kirn“; – auch das wurde in den Reporter-Block diktiert. Einziger Wermutstropfen: Die diesjährige Johanniskirmes, die immer als finanzieller Grundstock diente, war wirtschaftlich das schlechteste Volksfest und deshalb sei in diesem Jahr ein Griff in Rücklagen und in die Vereinsschatulle nötig. Am Mittwoch übernahmen einen Tag lang Anke Wiechert vom Heimatmuseum und der städtische Bauhof um Ralf Gräff samt Essen die Regie. Die Abschlussfahrt geht ins „Plopsaland“ (früher Hollidaypark/Hassloch).

