Lauschied. Nach 50 Jahren in der Kommunalpolitik will Ortschef Willi Marx (Foto oben) dieses Jahr sein Amt abgeben. Der diplomierte Finanzwirt und Beamte i.R war von 2009 bis 2014 und dann wieder ab 2019 Lauschieder „OB“. Nach dreijähriger Planung und Grundsteinlegung am 15. Juni 1993 wurde das Lauschieder Gemeindezentrum Mitte 1995 fertiggestellt. Kosten: Über 3,2 Millionen D-Mark, 1,36 Millionen D-Mark befanden sich in der Gemeindeschatulle, aber: Jahrzehntelang war das Ortszentrum nicht zuletzt wegen der hohen Zinslast und geringer Mieteinnahmen ein Kostenfaktor. Daran erinnerte Willi Marx im Gemeinderat, weil er seinerzeit für den Bau votierte; – erneut stehen bedeutsame Entscheidungen an. Genugtuung schwang mit, dass sich der einst hoch verschuldete Ort dank Landesförderung konsolidierte und mitten in der Dorferneuerung steckt. Der Schuldenberg sank Stand 1. Januar 2019 von 925.000 Euro auf 111.709 Euro zum 31.12. 2025, was für jeden der 530 Einwohner „nur“ 210 Euro beträgt.

Foto Oben: Willi Marx und Erste Beigeordnete Sylvia Marx. Von seinem Kollegen Peter Michel erhielt Willi Marx „Post aus Abtweiler“ bezüglich der Auflösung einer Solidargemeinschaft in Sachen Windpark. Inhalt: Raumbach und Lauschied hätten Redebedarf und somit die Grundlage infrage gestellt. „Dem ist nicht so, wir sind nicht gegen Windradeinnahmen, wir haben genug vor der Haustür. Wir sind nicht gegen eine Solidargemeinschaft“, war einhelliger Tenor im Rat. Für Lauschied seien die Anlagen zu laut, die Dezibel-Belastung nachts zu hoch. Anders als im Umland liefe es vor Ort mit den Versprechungen seitens des Projektierers nicht rund, echauffierte sich Marx sinngemäß. Verzögerungen seien zudem allerorten aufgrund fehlender Umspannwerke und Einspeise-Kapazitäten geschuldet.

Die geplante Freiflächen-PV-Anlage gehe im VG-Rat in eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung. Nach fünf Jahren Planung zur Aufstellung des Bebauungsplanes für das Neubaugebiet „Am Abtweiler Pfad“ ist die Erstellung eines artenschutzrechtlichen Gutachtens nötig. Den Auftrag erteilte das Gremium für 8.059 Euro an WSW & Partner in Kaiserslautern.

Forstrevierleiter Stefan Gesse teilte mit, dass im Doppelhaushalt 2026/´27 bei Aufwand von 12.400 Euro und Ertrag von 10.700 Euro unterm Strich in diesem Jahr ein Minus i.H.v. 1.700 Euro zu Buche steht. Aus dem Regionalen Zukunftsprogramm (51.720 Euro) plant Lauschied, 21.720 Euro in die Ertüchtigung von Türen, Fenstern und Hallenboden im Gemeindezentrum zu investieren, mit 20.000 Euro sollen 30 Dorflampen auf LED umgerüstet werden. Jeweils 5.000 Euro stehen für die Beleuchtung am Gemeindezentrum und eine Spülmaschine auf der Agenda. Hier müsse die Helligkeit „zwingend und zeitgemäß“ verbessert werden. Im Rahmen des Dorfbudgets (1.500 Euro) wurden bereits zwei 32-Ampere Steckdosen für 712.- Euro installiert; – künftig können sich Kinder freuen und bei einer der größten Kerwe der Region Kerb Karussell fahren. (Foto oben). Für ein nötiges Steuergerät für die Hallenheizung lagen bis dato keine Angebot vor.

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