Kirn. „Kommen wir zur Ruhe, die Welt ist aufgeregt genug“; – so hieß der Stadtrat und Fördervereins-Vorsitzende Karl-Heinz Buss vor vollbesetzten Reihen in der Kirner Kirche den Becherbacher Brückenchor und die Zuhörer ganz herzlich willkommen. Die Freude stand ihm ins Gesicht geschrieben, „endlich“ habe es mit dem Vorzeige-Chor geklappt. Es war das 12. Konzert zur Erhaltung der drei Kirchen in Kirn, Meckenbach und Kallenfels, wo dank des Fördervereins, der Bürkle-Stiftung, von Sponsoren, Banken und Sparkassen 150.000 Euro der Kirchengemeinde zugutekamen.

 Bei diesem festlichen Konzert sang der Brückenchor zu passender Illumination 24 Lieder aus ihrem „Advents-Kalender“ in der akustisch dazu prädestinierten und heimeligen ev. Kirner Hauptkirche und begeisterte und verzauberte regelrecht ihre Fangemeinde restlos. Der Becherbacher Brückenchor mit glockenhellen Sopranstimmen imponierte vielstimmig und hinterließ unter der Leitung von Mechthild Mayer bis in die Haarspitzen motiviert und konzentriert eine tadellose Visitenkarte. Die 40 Solisten waren selbst profunde Konzertführer; – sie meisterten ein ganz breites Spektrum kreativer kirchlicher und urbaner Werke und wunderschönen Adventsmelodien aus verschiedenen Zeiten von Johann Sebastian Bach, über Händel, Max Reger, bis hin zu heutigen Liedermachern wie Oliver Gies (Jahrgang 1973) oder Sören Sieg.

Spots und bunte Lichter richteten die Konzentration der Zuhörer in diesen Tagen auf das Wesentliche, das Kreuz, oder als belebendes Element den (Herrnhuter Morgen-) Stern. „Wann ist endlich Frieden in dieser Zeit“, frei nach Wolf Biermann wurde das Unrecht in der Welt angeprangert, während die Kirche in tiefrotes Licht getaucht war.   

Die Besucher lobten den adventlichen musikalischen Ausflug in höchsten Tönen. Trotz Regen blieben die Besucher an den Pavillons der Kirner Jugendarbeit bei einem von Doris Hub, Stefan Wacker und Walter Bredehöft kredenzten Kinderpunsch, Glühwein und Spekulatius lange beisammen. Bernd Hey.

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