Bad Sobernheim. Frühlingserwachen fühlt sich irgendwie anders an; – mehr Frust als Lust im felkestädtischen Bauausschuss unter Vorsitz von Roland Ruegenberg: Nach einem „vor-Ort“-Termin zur Hangsicherung in der Kita Leinenborn (Foto oben) war das Gremium im Rathaus nicht beschlussfähig. Die Hängepartie geht weiter, auch der Kaisersaal bleibt in seiner Nutzung eingeschränkt; – Elektroarbeiten wurden nicht vergeben.

Von der Wählergruppe Ruegenberg war niemand da, die CDU schickte mit Kadir Yürekli ihren Stellvertreter; – trotz „glühender Telefondrähte“ waren die Anwesenden resigniert und verärgert. Ein Dringlichkeitsbeschluss, wie es der Stadtbürgermeister für den Kaisersaal wünschte, war nicht möglich, die Sitzung endete, bevor sie begann. Zuvor in der Kita Leinenborn machte Leiterin Guilia Stephan ihrem Unmut Luft: „Mit Kindern, Eltern, Elternausschuss und Förderverein ist der zwingend notwendige Sanierungsstau und konkrete Planungen für das gesamte Außengelände noch unter Stadtbürgermeister Michael Greiner entstanden“, jetzt seien Frust und Verärgerung aller Beteiligten samt Kita-Personal sehr groß, es gehe nix voran.

 Ausschussmitglied Thomas Neumann (SPD) hakte im Rathaus „öffentlich und für die Presse“ direkt nach: „Wann, Herr Bürgermeister, beenden sie das Trauerspiel, um weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden? Warum können und wollen sie als verantwortlicher Vertreter der Stadt kein Vertrauensverhältnis zu Investoren aufbauen?“ Neumann bezog sich dabei auf Felix Kehl, der konkret wegen Ruegenberg sein Hotelprojekt „Kessel´sches Gelände“ am Obertor cancelte und beerdigte:„Wann ist hier endlich Schluss, es ist gruselig. Meine Frage ist, wann Du endlich zurücktrittst?“, fragte Neumann. „Die Wahl des Bürgermeisters fällt nicht in die Zuständigkeit des Rates“, antwortete Ruegenberg, er zog seine Jacke an und ging. Neumann konstatierte ratlos: „Keine Antwort – wie immer“.

IST  UWE  ENGELMANN  EIN  LÜGNER?

Am Wahlsonntag wurde bekannt, dass Roland Ruegenberg in nichtöffentlicher Sitzung den VG-Bürgermeister Uwe Engelmann der Lüge bezichtigt haben soll. Jetzt warten alle auf die Niederschrift, die eh nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Es knirscht und knarrt im Gebälk seit Ruegenbergs Amtseinführung im Juli 2024, zwischenzeitlich haben nach horrenden monetären Forderungen plus Sekretärin 22 Leute im Stadtrat samt eigener Fraktion ihm Ende November 2025 das Vertrauen entzogen und den Stadtchef mit einer „Verfügungsgewalt“ von maximal 500.- Euro an die Kandare gelegt. Den Ostermarkt am 2. April richtet die Kaufmannschaft So-Aktuell aus. „Ruegenberg macht nix, er reitet auf der Mitleidstour – alle Welt soll glauben, jeder sei gegen ihn“, diese Taktik ist Konsens vieler Stadtratsmitglieder.

Nun haben die Weilerer Hoteliers vom Schmidtburger Hof, Elisa und Felix Kehl, das Drei ***+ Hotelprojekt auf dem Kessel´schen Gelände gecancelt.  Grund: Das Vertrauensverhältnis zur Stadtspitze sei gestört. Das betreffe ausschließlich Ruegenberg, denn die Beigeordneten sind längst von der Fahne gegangen, zudem hätte der Stadtchef die Kommunikation schleifen lassen und habe sich nicht an Abmachungen (Kaufpreis, Verkehrswert etc.) gehalten. Seit der Planung habe sich der Betonpreis verdreifacht, wird Felix Kehl zitiert. Das acht Millionen € Investitionsprojekt scheiterte. Seit über zwei Jahrzehnten ist es Stadtgespräch, der Hartplatz an der Dümmler-Halle oder ein Bollands-Mitarbeiter-Hotel auf dem Anwesen der Gärtner Brinkmann in der Nahestraße scheiterten, zwischenzeitlich befindet sich das Hotel „Am Maasberg“ in Insolvenz und Bolland im Park wird saniert. Just in Time hat Ruegenberg am 25. März erklärt, es gebe für das Kessel´che Gelände einen neuen Investor ….  Man darf gespannt sein – spannende Zeiten und viel Gesprächsstoff in der Felkestadt.

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