Das Marktfrühstück in Kirn am 18. April ließ keine Wünsche offen und war fantastisch-liebevoll und mit ganz viel Herzblut arrangiert. Es sind jene geselligen Events, wo man die Seele baumeln lassen kann und wo das Angebot alle Sinne anspricht und einem sprichwörtlich quasi wie im Schlaraffenland „gebratene Tauben in den Mund fliegen“
Der Schmidburger Hof aus Weiler, der REWE-Topmarkt von Lena Isenbruck mit kesselheißer Fleischwurst, König Otto, die Eisdiele Venezia, Hasan Sarman mit Getränkestand und das Landhaus Wartenstein aus Oberhausen sowie die musikalische Untermalung der Kirner Kaufmannschaft KLAR mit Frontfrau Sabrina Böß und dem Trio „Poket-Rock“ waren sehr gute Gastgeber.

Dank Wetterglück saß der Kirner Marktplatz voller Menschen. In Kirn war Kirner Autofrühling. Der wurde wegen dem Maifeiertag und dem romantischen Gartenfest auf Schloss Dhaun um 14 Tage vorgezogen. Und wenn in Kirn etwas gefeiert wird, strömen die Massen in Scharen. Ist so und war schon immer so, Autofrühling, Kerb, Andreasmarkt usw.

Beim zweiten Marktfrühstück war Smalltalk-Zeit. Neben den Spritpreisen, der Straße von Hormus und dem Großbrand in Bad Kreuznach schlug das Costa Verde im Dhauner Wald mit einem „Kampfpreis“ von 8,50 € für jede Pizza ebenso wie der neue Kirner Amalienpark mit Biergarten hohe Wellen. Amalienlust weckt im preislich gehobenen Ambiente „Lüste“. Eröffnung ist am 6. Mai; – das Dhauner Schloss-Cafe` geht an den Start und einmal mehr feiert die Kirner Brauerei 15 Jahre Kirner Bier-Club; – am 23. April ist Tag des Bieres.
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Aber: Zunehmend und oft hört man Lieschen Müller und Otto Normalo über einen Zeitgeist fachsimpeln und schroff klagen: „Die Leute trinken keinen Alkohol mehr“. Alkoholfreier Wein und Sekt sei, anders als beim Bier, noch nicht sensorisch „ausgegoren“. Und wenn man durch den Edeka in Bad Sobernheim durch die total überproportionierte Weinabteilung schlendere, erkenne man die Kaufzurückhaltung an den total verstaubter Flaschen, die da feilgeboten werden: „Die Patina kostet nix extra“, wurde auf dem Kirner Marktplatz gescherzt.

Weiterer Kritikpunkt: „Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht“! Ein kleines Glasfläschchen Wasser, Saft, Limonade, Coca-Cola oder fritz-kola sucht man in den meisten Lokalen und Kneipen an Nahe und Glan vergebens. Warum eigentlich? Damit lässt sich doch appetitlich frisch, wohltemperiert und mit (oder ohne) Kohlensäure genau so viel Geld verdienen, wie mit einem überteuerten 0,4 Liter Glas abgestandener Brühe – leider oft ohne, weil verflüchtigter Kohlensäure. Der Autor hört im Lokal immer mehr Gäste nach Flaschen fragen. Ist so! Und überall da, wo dieses Fläsch´chen-Gebinde nicht angeboten wird, reagieren die Wirte und Restaurantbetreiber auf Nachfragen „schnippisch- kurz angebunden“. Warum eigentlich? Empfehlenswert anders ist das Hotel Hosser in Weierbach!

Es muss auch nicht jeder Gast „hurra“ schreien wenn er für 5.- oder 6.- Euro eine einzige o,7 Liter Flasche Mineralwasser erwerben kann. Dass man billiger einen ganzen Kasten mit zwölf Flaschen kaufen kann? Geschenkt! Wir leben schließlich in einer freien Marktwirtschaft, wo Angebot und Nachfrage den Preis diktieren. Okay. Aber dann darf man sich nicht wundern, wenn der Gast, König Kunde, zu Hause sein gepflegtes Getränk genüsslich zu sich nimmt und den Grill anschmeißt. Sollten die Strategen und Gästeführer mal eine Nacht drüber schlafen und nachdenken und ihr Sortiment erweitern. Und wie denken sie selbst und ohne Scheuklappen? Demnächst mehr. Wie erwähnt, mit Fläsch´chen kann man auch Geld verdienen….

