Meddersheim. Über 100 Besucher kamen zum 15. Neujahrsempfang der Ortsgemeinde und auch die Sternsinger Tessa, Lea und Emma brachten den Segen; – für die musikalische Umrahmung sorgte Laura Klein. Das Neubaugebiet „Am Klastein“ ist fertig, nach der Endrechnung hoffte Ortsbürgermeister Bernd Schumacher in diesem 1.Quartal 2026 den Quadratmeterpreis mit unter 140.- Euro bekanntgeben zu können. Von 39 Bauplätzen sind sieben Mehrfamilienhäuser – für die 32 Plätze lägen 20 Anfragen vor. Der Breitbandausbau läuft, ein Drittel der Straßenlaternen sind erneuert. Im dritten Jahr in Folge sei der Haushalt ausgeglichen, strahlte OB Schumacher voller Optimismus; – er warb für den zweiten Jahreskalender der Archivgruppe und berichtete von drei Geschwindigkeits-Messanlagen. Fünf Hektar Land wurden Richtung Kirschroth als Retentionsraum am Altenberger Bach gekauft- 300.000 Euro werden so in den Hochwasserschutz investiert. Zurzeit werden die Kanäle befahren.

Susi Groß berichtete über die Meddersheimer Archivgruppe und das Dorfcafe´-Team, Jens Kramb über die 20 Mitglieder zählende örtliche Feuerwehr mit vier Atemschutzgeräteträgern und sieben Einsätzen, der TuS-Vorsitzende Daniel Maurer zollte Rapport über einen abgearbeiteten Sanierungsstau und einem Vorzeige-Clubheim bei 430 Mitgliedern. VG-Bürgermeister Uwe Engelmann informierte über steigende Kosten bei der Wasserversorgung und 500.000 Euro, die in den Tourismussektor fließen, trotzdem könne die VG-Umlage unter 30 Prozent, auf 29,9 festgesetzt werden.

Pfarrer Christian Schucht richtete unter der Jahreslosung mit dem Bibelvers „Siehe, ich mache alles neu“ ein Grußworte an die Meddersheimer und berichtete von tiefgreifenden Veränderungen. Die Kirchengemeinde Mittlere Nahe feiert 2026 Zehnjähriges. In zehn Orten existieren elf Kirchen, zehn stehen unter Denkmalschutz. „Wir lassen die Kirche im Dorf, aber wir müssen uns von Gebäuden trennen“, sagte er. Anders als in Merxheim oder Monzingen darf die Ortsgemeinde Meddersheim das Ensemble Pfarr- und Gemeindehaus, Scheune + Grundstück nach Veto der Kommunalaufsicht nicht erwerben, die Kirchengemeinde müsse einen Käufer suchen. Schucht berichtete, dass die Kirchenmauer zum Friedhof hin wegen dem Wurzelwerk massiver Bäume das unter Denkmalschutz stehende Mauerwerk zerstört und kostenintensiv gesichert werden muss. (FOTO ganz OBEN) „Wir lassen die Kirche im Dorf“ & „Siehe, ich mache alles neu“ waren Sätze, die unter den Besuchern nachklangen und insbesondere bei Senioren über den Sanierungsstau und baulichen Mängeln, an Gebäuden, Denkmalschutz und rückläufigen Einnahmen beschäftigten und Kopfkino anregten. Solange selbst am Heiligen Abend „die Kirche“ mehr „Business as Usual“ und kein heimeliger Gehaichnis-Ort ist, wo ohne Musik, ohne Krippenspiel, ohne Einbindung der Gemeinde, etwa bei den Fürbitten, die Besucher sich selbst überlassen bleiben, bleibt die Gesamtsituation „der Kirche“ weiter schwierig… Dies war beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinde anders, es war „demonstrativ und definitiv“ keine One-Man-Show, wie OB Schumacher mitteilte! Informativ brachte der OB wie Ehrenamtliche und Vereinsvertreter den „Alltagstrott im Hamsterrad“ auf den neuesten Stand und blickten mit Visionen voraus.

2026 wird es dank Sponsoren wieder ein Weinfest geben – im vergangenen Jahr stand eine schwarze Null, freute sich OB Bernd Schumacher. (Foto oben: Lögellauf, sonntags 2025)

Cookie Consent mit Real Cookie Banner