www.heylive.de NEW´s – Reisebericht: …jedenfalls was den Tourismus und gegenüber „früher“ die leeren Läden und die Kaufzurückhaltung allgemein betrifft. Alle Türken haben Angst vor einem Krieg im Nachbarland Iran und niemand, kein Türke, habe wirklich Präsident Recep Tayyip Erdogan gewählt: „Bei seinem Tod weinen wenige“, äußerten während einem Kurztrip alle Befragten: Busfahrer, Chefs oder Verkäufer. Reiseleiter Suleyman stellte die Gegenfrage: „Wer hat in D die Merkel, Scholz oder Merz gewählt? Niemand!“. Erdogan werde gebraucht wie Putin in Rußland oder Trump in den USA: MAGA (Make America Great Again) – wer von den Amis träumt nicht davon?

Reisen bildet bekanntlich. Meinungsfreiheit bestehe in der Republik Türkei. Beleidigen darf man nicht! Bei mehreren Tagestouren stellten Deutsche im Bus oder in der Moschee dem Reiseleiter brisante Fragen. Zwei Beispiele: Warum wählen in Deutschland so viele Türken Erdogan? Antwort: Weil die Kanaken in D in Saus und Braus leben. Und das Kopftuch? Antwort: Euer Problem. Der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) verbot!! vor 100 Jahren durch die kemalistische Auslegung des Laizismus das Kopftuch in staatlichen Einrichtungen: „Die Kopfbedeckung meines Volkes ist der Hut“, sagte Atatürk zum Hutgesetz auf dem Weg zur modernen und westlich-orientierten Gesellschaft. „Warum duldet ihr in D die Vermummung?“ stellten Türken die Gegenfrage. Übrigens: An seinem Todestag, 10. November um 9:05 Uhr steht die Türkei aus Respekt und Dankbarkeit still. Sirenen heulen – kein Auto fährt, niemand bewegt sich! Am 23. April wehen vor Hotels und öffentlichen Gebäuden die Flagge: Der Tag der „Nationalen Souveränität und des Kindes“ wird gefeiert.

Seit jeher ist die Türkei zwischen Orient und Okzident eine Reise wert – morgens Skifahren im westlichen Taurusgebirge nördlich von Antalya oder der Top-Urlaubsregion Belek mit der atemberaubenden Disneywelt „Land of Legends“ und nachmittags am Strand Sonne baden ist Faszination pur. Ältere Türken sind traditionell D sehr verbunden, ihre Zuneigung reicht bis zur Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg. Überall sind die Spuren der Weltausstellung EXPO 2016 (Slogan: „Blumen und Kinder“) in Antalya mit dem Aussichtsturm sichtbar. 10 Millionen Besucher wurden erwartet, weniger als 1 Million Gäste kam – 3 Milliarden Euro Miese standen zu Buche. Jetzt soll genau hier eine Weltklimakonferenz stattfinden.

Am 19. April 2026 fand in Antalya das Diplomatie-Forum mit 150 Staaten, an der Spitze der russische Außenminister Sergej Lawrow, den Recep Tayyip Erdogan stolz eröffnete. Da jagte eine Staatsgalosche die Nächste, an jeder Kreuzung Militär und Polizei. Strippenzieher Erdogan präsentierte S E I N globales Netz – D war nicht dabei. DER-Tour Busbegleiter war Ismael Figo, ein studierter Germanist, ein lebendes Lexikon, Fan von König Barbarossa, nach dem die Stadt Konya benannt ist, und der als Major beim Militär abging und hochgebildet aus dem Nähkästchen plauderte: Eine Million Soldaten zähle die Armee, unterstellt dem Militär sind Gendarmerie und Polizei. Unter dem Oberbegriff „strategische Autonomie“ balanciert die Türkei zwischen NATO, BRICS, Rußland, USA und China und schmiedet als zentraler Player und Pionier ein mächtiges Militärbündnis mit Turksprach-Staaten im Kaukasus wie Aserbaidschan und mit weiteren 10 Staaten.

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