Meddersheim./ Bad Sobernheim. Im voll besetzten Meddersheimer Gemeindesaal feierten 98 Schüler der Bad Sobernheimer Disibod-Realschule plus aus fünf Klassen unter dem Motto „Hollywood“ ihren Abschluss. Geschafft! Der rote Teppich war ausgerollt, Hollywood Sterne mit den Namen der Entlaßschüler funkelten, Filmszenen schmückten optisch das Ambiente und natürlich war nach tagelangen Vorbereitungen separat ein üppiges Büfett angerichtet. Ein kurzweiliges Programm mit Quiz und tollen Film- und Musikbeiträgen flimmerten über Leinwand und Bühne.

Die Schüler traten adrett im Festtagskleid, in Fliege und Krawatte und wie aus dem Ei gepellt auf und ließen keinen Zweifel daran, dass dies ihr Tag war. Charmant-humorvolle Moderatorinnen waren Lisa Stein und Laura Dockendorf aus der 10b. Bei der Begrüßung ließen sie die Jahre mit Ü-Tests, Hausaufgaben und dem Erlernten Revue passieren und haderten mit der alles entscheidenden Frage: „Für was brauche ich das Zeug`s?“, insofern hätten es die Lehrer mit den Ausreden nicht leicht gehabt. Letztendlich lobten und rühmten sie alle Pädagogen, die oft „Fels in der Brandung“ waren und auf das Leben und den weiteren Werdegang in einer Leistungsgesellschaft vorbereiteten: „Wenn´de net schaffe gehscht, kann`schte dir das net erlaube. Do musch`te jetzt durch“, sei oft Standartsatz gewesen. „Lasst uns all das heute feiern. Danke für alles!“ gaben Schüler die Tageslosung vor.

An das Motto „Hollywood“, an das Drehbuch mit Improvisation  und verantwortlicher Neujustierung erinnerte Konrektor Markus Michael Kuproth: „Ihr seid auf der Bühne des Lebens heute die Hauptdarsteller. Herzlichen Glückwunsch“, lobte er Mut, Fleiß und Ausdauer und dankte dem Engagement des Kollegiums, allen Beteiligten und den Eltern. „Hollywood ist voller Geschichten. Alle arbeiten zusammen. Probiert Neues aus, bleibt neugierig, authentisch und freundlich, vergesst nie die Menschen hinter euch und blickt stets nach vorne, denn auch Rückschläge gehören zur Dramaturgie des Lebens“. Kuproth kommt aus Ramstein und er nutzte die Gunst der Stunde, für die schöne Pfalz als die Toscana im Südwesten zu werben und an eine Klassenfahrt zu erinnern. Im Felkejahr 2026 lobte er die von ihm und von Horst Frahm vom Emanuel-Felke-Gymnasium gemeinsam am Barfußpfad ausgerichteten Felketag. Grußworte sprachen der Schulelternbeirat und Stadtbürgermeister Roland Ruegenberg.

Noch vor besonderen Ehrungen und der Zeugnisausgabe mit Kuproth und den Klassenleitern verteilte ein Schülerquartett die begehrten Oscars in mehreren Kategorien an die nettesten, beliebtesten und lustigsten Lehrkräfte. Der pädagogische Koordinator Jochen Greif konnte sich nicht erwehren, zwei Oscars in Empfang zu nehmen. Moritz Weischnur und Elena Neumann erinnerten mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ an unvergessliche Schultage und an eine „gemeinsame Zeit, die wir nie vergessen werden und die uns fürs Leben prägte“. Bernd Hey.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner