Fotos oben: specialprint Michael Müller, Kirn. Kirn./VG-Kirner Land. Ob in Print-Ausgaben, den sozialen Medien, in Schulen, bei Veranstaltungen oder in den Orten im Forstamt Bad Sobernheim, wo der Förster für die Waldwirtschaft verantwortlich zeichnet: Der 33-jährige Forstbeamte Tobias Helfenstein ist omnipräsent und will im Kirner Land VG-Bürgermeister werden und „das Kirner Land voranbringen“ ist klare Ansage. Auch wenn von allen Seiten alles gesagt ist: www.heylive.de will den eloquenten Bewerber, der sachlich-fachlich versiert ein gutes Bild abgibt und dem Verwaltungserfahrung nachgesagt wird, vorstellen. Der Forstoberinspektor, Jahrgang 1992, gebürtiger Kirner mit fundierter Ausbildung und Coach junger Forstkräfte, leitet seit 2021 im Forstamt Bad Sobernheim das Forstrevier Kirn mit 2.600 Hektar und der reduzierten Holzfläche von 1.600 Hektar als Revierleiter-Nachfolger von Katharina Rohde. Durch seine Arbeit kenne er die Bedürfnisse und Herausforderungen von Land & Leuten und den Alltag in den Dörfern: „Mir ist wichtig zuzuhören, zu verstehen und dann Lösungen zu finden, die wirklich wirken“, sagte er auf www.heylive.de Nachfrage.

Helfenstein hat Mut, der Förster sorgt in einer schwierigen Gemengelage entschlossen für klare Kante. Er will Verantwortung übernehmen, kennt Förderprogramme und Fördermittelgeber. Das Kirner Land und die Stadt Kirn schiebt nach der Fusion einen Sanierungsstaus vor sich her. Nicht zuletzt weil Fachkräfte abwanderten, ist das ein Dilemma. Der am 9. Januar 2020 vereidigte Amtsinhaber aus Oberhausen bei Kirn hat sich mittlerweile für die CDU entschieden, was ihm offensichtlich nicht zum Vorteil gereicht. „Ohne Schwung –Thomas Jung“ witzelt die Opposition und selbst seine eigene „Hausmacht“, die CDU und die FDP haben sich jüngst gegen ihn bei der Stellenbesetzung Bauamt/Sozialamt, positioniert, die AfD auch. Dem Wähler fehlt Transparenz – über was und wo wird da geredet? 2026 ging jetzt der VG-Wehrleiter von der Fahne. Gerade in Kirn und im Kirner Land fehlen Koryphäen – „Platzhalter“, die mit Transparenz, stoischer Gelassenheit und Aufrichtigkeit die Bürger mitnehmen. Die FDP fordert eine Bestandserhebung, „Stillstand sei Rückschritt“.
Das Hauen und Stechen um den Chefposten hat längst begonnen. Insider, Apps oder Dorfschellen vermuten, das „T.J.“ all die Querelen und Parteienarithmetik und einen 2026-er VG-Haushalt mit über 2 Millionen Euro im Minus nicht braucht, wieder andere vermuten deshalb eine Rückkehr in den Polizeidienst. „Nach sechs Jahren Stillstand erwarten die Bürgerinnen und Bürger endlich greifbare Fortschritte“, betonte der liberale Kreischef Thomas Bursian. Innerhalb der laufenden Amtsperiode müsse eine Evaluation mit belastbaren Kennzahlen her. Nur so lasse sich zeigen, ob die versprochenen Synergieeffekte real sind – oder ob es sich um ein kostspieliges Verwaltungsmanöver ohne Mehrwert handele. Starker Tobak.

Dass der parteilose Kandidat Tobias Helfenstein frühzeitig seinen Hut in den Ring wirft und sich erklärt, ehrt ihn. So können sich Bürger, Firmen oder Vereine mit ihm, seinem Programm und Zielen einer bürgernahen Verwaltung, der Förderung des Ehrenamts und der regionalen Wirtschaftskraft auseinander setzen. Das hat Charme. Ganz wichtig sei ein Aufruf, dass Bürger an VG-Rats-Sitzungen und Info-Veranstaltungen teilhaben, hingehen, sich persönlich eine eigene Meinung bilden…Information sei eine Holschuld.

