Bad Sobernheim. Vier Stunden lang wurde der felkestädtische Marktplatz am Samstag mit acht Infoständen und 18 Beiträgen zu einer großangelegten Kundgebung für Menschenwürde und eine offene, tolerante Gesellschaft einer Demokratie, die diesen Namen verdient.  

Dazu zählten mitreißende Tanz-Flashmobs mit spontanem Poetry Slam, Soul und Punk des extrovertierten Künstlers Knarf Rellöm (Frank Möller) oder vom saarländischen Liedermacher Manuel Sattler. Mittendrin: „Uschi“ und der IB-Musikbus voller Equipment aus der Kirner Gerbergasse 1.

Redebeiträge von Pfarrerin Ulrike Scholtheis-Wenzel, Staatssekretär Dr.Denis Alt (SPD), Lars Medinger (Bündnis 90/ Die Grünen), Stadtbürgermeister Ruegenberg und der rheinland-pfälzischen Ministerin Katrin Eder waren  ergreifend mit prägnanter Tiefenschärfe und rüttelten auf gegen Hass und Hetze, für ein AfD-Verbot, gegen Rechts und Demagogie, gegen Diktatur und das Unrecht in der Welt und richteten ihren Fokus in einem flammenden Appell für die Menschenrechte, für Freiheit und Gerechtigkeit pro Demokratie. Alle Redner ernteten frenetische Beifallsstürme.

Tenor aller: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“ oder „Menschwürde ist nicht verhandelbar“. Organisatorisch hatte Norman Schäfer, den man von Musikfestivals (IFM) in Auen her kennt, den Hut auf: „Ich bin geflasht, alle Generationen sind da. Mediale Manipulation ist Gift jeder Demokratie. Deutschland wird von allen Seiten angegriffen“, sagte er. Präsent waren die „Omas und Opas for Future“ aus der VG Nahe Glan oder die „Omas gegen Rechts“ aus Meisenheim und Idar-Oberstein. Letztere machten mächtig Rabbatz mit Trommeln und Mitsing-Ohrwürmern – Heidrun Fritzen sprach alle Jahrgänge an. 20 Minuten lang gehörte die Bühne dem 31-jährigen Pascal Bähr, der vor vier Jahren als „Junge Alternative“ Landes-Vize und Fraktionschef der Ludwigshafener AfD ausstieg und Erschütterndes aus dem „Maschinenraum“ und Gauweilers „Mückenschiss“ berichtete. Bericht folgt!

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