Bad Sobernheim. / Region. Eine Presseschau mit Neuigkeiten ist Chronistenpflicht. Frühlingsgefühle und Sonnenschein erreichen Anfang März Bad Sobernheim: Der Ostermarkt ist dank der Kaufmannschaft „SoAktuell“ gerettet und auch für die Johanniskerb ist ein Festwirt gefunden, der in Meisenheim bei Volksfesten den Hut aufhat. Klappt doch, man darf gespannt sein. Beide Termine stellte der Stadtchef 2025 infrage. Während die Bad Sobernheimer im Felkejahr 2026 in der Causa ihres gewählten Stadtoberhauptes Roland Ruegenberg den Ball eher flach halten – aus welchen Gründen auch immer- sind es meist seitenweise Reportagen, empörte auswärtige Social-media-Einträge oder ein Leserbrief am 28. Februar 2026 im Öffentlichen Anzeiger der hellhörig macht: Da erinnert ein Bad Kreuznacher unter der Überschrift „Es passieren unglaubliche Dinge“ an die Landrätin Dickes, die „natürlich als Privatperson“ Partei ergriff. Bekanntlich warb sie mit einer Handvoll CDU Mitgliedern und ließ sich bei der Stadtratswahl vor den Wahlkampfkarren für einen Facebook-Aktivisten und Hinterbänkler einspannen, um Amtsinhaber Michael Greiner aus dem Amt zu kegeln und die SPD alt aussehen zu lassen. Jetzt hat die Stadt die Bescherung, Gespött und Fassungslosigkeit allerorten; – der Bumerang ist zurückgekehrt.

Alle Fraktionen haben jüngst einmütig Roland Ruegenberg zum Rücktritt aufgefordert. Die drei Beigeordneten gingen wegen seiner Alleingänge und verqueren Art von der Fahne, das Stadtmarketing ist verwaist, Baustellen liegen brach. Er überzieht die Stadt mit immer höheren Forderungen. Im März 2026 summieren sich die Ansprüche eines ehrenamtlichen Stadtbürgermeisters mit einer unstrittigen Aufwandsentschädigung von jährlich 29.400 Euro samt Verdienstausfallforderungen seit Amtsantritt jedoch auf stolze 146.755 Euro. Diese Summe in der Größe eines Hauptamtes wird fällig, sollte der Bürgermeister den Verdienstausfall detailliert belegen können. In jedem Fall forderte er eine ihm zuarbeitende Sekretärin – bisher sind seine Forderungen der Stadt pauschal und daher unzureichend in Rechnung gestellt und nicht ausgezahlt. Zwischenzeitlich verfügt er lediglich noch über ein Ausgabenbudget von 500.- Euro. Der Öffentliche Anzeiger kommentiert am 26. Februar 2020: „Ruegenberg macht sprachlos“. Die Kommunalaufsicht ist involviert – der Steuerzahlerbund zeichnet das „Negativbild eines Raffke-Politikers“ und empfiehlt ihm ebenfalls den Rücktritt; – er möge sich einen Job suchen, der seinen finanziellen Ansprüchen gerecht werde, wird deren Geschäftsführer Rene` Quante zitiert.

