KIRNER ÜBERFLIEGER IST HÖCHSTE & FILIGRANE INGENiEURSKUNST PAR EXCELLENT - BAUWERK WIRD IM AUGUST 2011 FERTIG SEIN

Kategorie: Kirn, Kreis KH, Handwerk, Lokale News an Nahe und Glan

 

FOTOS unten ANKLICKEN! Kirn. Jahrzehntelang seit den 1970-er Jahren auf der Prioritäten-Wunschliste ganz oben wurde ab 2008 der Kirner „Überflieger“ im D-Zug-Tempo durch gewunken: Die Brücke wird im August als besonderes Kirner „Kerwestück“ für den Verkehr freigegeben. Dieses Bauwerk vereint „komplexe und allerhöchste Ingenieurskunst“ auf Grundlage des Eisenbahnkreuzungsgesetzes, wie sie nicht alltäglich ist, daran ließen Bauleiter und Sicherheitsexperte Bernd Ulrich und Fachbauleiter Jochen Kloos von der Merxheimer Baufirma Bruno Schneider bei einer Ortsbesichtigung des SPD-Stadtverbandes keinen Zweifel. Es sei von Art und Umfang und den Anforderungen her mit das Anspruchsvollste, was die Merxheimer bauten: 86 Zugbewegungen zerschneiden täglich die Stadt Kirn und stören Handel und Gewerbe empfindlich. Zudem passieren auf der parallelen L 182 über 9000 Autos täglich die Innenstadt und sorgen seit Jahrzehnten für lange Staus. Nach ersten Plänen teilen sich 8,972 Millionen Euro (7 Millionen Brücke / 2 Millionen Planung) der Bund, die DB Netz AG, das Land RLP und die Stadt, dessen Anteil bei Baubeginn mit rund 700.000 Euro den Stadtsäckel belasten. Als „sehr gut“ wurde die Arbeitsgemeinschaft mit Faber (Schlierschied) bewertet, das 170 Mitarbeiter zählende Merxheimer Unternehmen hat das Sagen. Geringfügige zeitliche Verzögerungen ergaben sich aufgrund der Witterung über zwei Winter, weil aus technischen Gründen zwei Brücken-Widerlager verspätet angeliefert wurden, sowie aufgrund zusätzlicher Sanierungsarbeiten wie beispielsweise an den „Mauerkappen“ der Betonwand entlang des Lohweges zur Nahe hin. Geplant ist, dass dieser Bereich Lohweg /Obersteiner Straße Mitte Juli für die Anlieger frei gegeben wird, im August soll der Verkehr komplett über den „Überflieger“ fließen. Erst danach und mit der Verkehrsrückverlegung werden Treppenaufgang und Aufzug auf der Kiesel in Angriff genommen. Zur Stadt hin sind ein durchgängiger Fuß-und Radweg geplant, die auch um den gesamten Teichweg-Kreisel herum laufen. Der Kreisel wird in zwei Etappen gebaut. Auf der anderen Brücken-Straßenseite in westlicher Richtung befindet sich ein Notgehweg. Bis zur Freigabe Mitte August müssen noch Geländer und Beleuchtung angebracht, Anbindungen und Randsteine und acht Zentimeter Asphalt auf die Brücke aufgebracht werden. Stichwort Einbahnregelungen und Umleitungen: Sie brachten nach den Worten von Stadtbürgermeister Fritz Wagner spürbare Entlastung ohne bekannte größere Zwischenfälle.

„Überflieger“ im Detail: Spatenstich war im Oktober 2009. Bis dato stehen 25.000 Arbeitsstunden allein für die Brücke zu Buche. Die Höhe über dem Nahebett beträgt gut 20 Meter, der Höhenunterschied vom Lohweg zum Teichweg 14 Meter. Steigung maximal zehn Prozent. Gesamtbreite: 13 Meter, Länge 175 Meter auf 5 Einzelpfeilern in zwei Bauweisen (Spannbeton für den Bogen ab Teichweg, Stahlverbundüberbau hin zum Lohweg) Bisher wurden über 5000 Kubikmeter Beton, 70 bis 80 Tonnen Spannstahl, 900 Tonnen Betonstahl und 290 Tonnen Formstahl eingebracht.


Kyrburg ganz klein

Eisenbahnbrücke

Bis 20 cm Gerung

Zum Loh

Kyrburg thront

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