"Frauenpower" riß Zuschauer vom Hocker - "Füchse" feierten furios

Kategorie: Kirschroth, VG Sobernheim

 

IM DRITTEN AKT NUR GELACHT - TOLLER AUFTRITT DER LAIENSPIELSCHAR in KIRSCHROTH - Im März 2011 erneute Aufführung geplant

SmileySmileySmileyKirschroth.„Frauenpower“ hieß ein Wahlkampfspektakel der ganz besonderen Art, das die Kirschrother Laienspielschar bei zwei Veranstaltungen im proppenvoll besetzten „Saal“ auf die Bühnenbretter brachte. Das Publikum will Alltagssorgen vergessen und etwas zum Lachen haben; - und diesem Anspruch wurde das Ensemble um Sabine Hehmann bei einem turbulent-heiteren Spektakel vollends gerecht. Gemeinderatswahlen stehen an und da will Bürgermeister Gscheidle doch seine vertrauen Kumpane um sich wissen. Das sind Schlachtermeister August der Scharfe, Brauereichef Karl Fäßle und Pantoffelheld und Feinkostinhaber Peter Hering. Aber die heile Männerwelt mischt doch tatsächlich eine „Emanzen“- Liste auf. Unerhört was da der Bürgermeister täglich aus dem „Öffentlichen“ lesen muss: „Wir sind klüger, besser, schlauer, darum wählt die Frauenpower!“ Da müssen Intrigen geschmiedet werden. Das Frauenquartett in ganz starkem Outfit voller Spielfreude trieb die Männerdomäne zur Weißglut und lehrte die „scheinheiligen Pharisäer“ und „Kirschrother Lumpen“ das Fürchten. Sie schlugen den politischen Gegner mit List und Tücke und seinen eigenen Waffen. Inkognito ging es also in die Höhle des Löwen, ins Striplokal „Goldener Engel“, und danach erlebten alle das Blaue Wunder, dass ihnen Hören und Sehen verging.Herzerfrischend aufgemischt wird die Szenerie von dem vermeintlich schwerhörigen Ratshauswirt Paul und dem listigen Gemeindeinspektor Klug, der sich als Frau verkleidet an die Bürgermeistertochter Anni ranpirscht. Als eine Art „Bordsteinschwalbe“ kennt die geschäftstüchtige Bardame Marylin, bei deren Anblick die gleichnamige Filmdiva Marylin Monroe vor Neid erblassen und sich im Grab umdrehen würde, die Ratsherren in- und auswendig. Jede dieser Rollen war eine Augenweide, theatralisch perfekt in Mimik und Gestik gespielt und mit viel Witz und Ironie ausgefüllt. Aus der Bar durch den Saal auf die Bühne polterten die vier „Pärchen“ und kehrten nachts in die Rathauskneipe ein. Mehrfach heftiger Szenenapplaus war verdienter Lohn für brillante Szenen, wer da mit wem und wie anbandelte und schmuste. Die Zuschauer hielten sich während des gesamten dritten Aktes den Bauch vor Lachen. Wie gestandenen Mannsbilder durch die rosarote Brille „Frauenpower pur anbaggerten und abschleppten“, das hatte Stil und Format, Sex-Appeal, und wenig gemein mit dem eigenen Hausdrachen und „Heimchen am Herd“….Vor dem Happyend gab es aber ein böses Erwachen!

„Super inszeniert und grandios gespielt, total witzig“ rühmten wie Sandra Borger und Karina Engelmann alle Besucher; - die Merxheimer Theater AG „Vergess de Text“, die Meddersheimer und Bärweiler Laienspielschar waren zu Gast und lobten das Spektakel in höchsten Tönen. Nach der „Bojemäschterwahl“ vor vier Jahren loderte noch die Glut und war glühend heiß, gab es erneut großes Theater bei den „Füchsen“. Ein halbes Jahr intensivste Probenarbeit, teils drei Mal die Woche, wurde hör- und sichtbar. Die Rolle war den Akteuren wie auf den Leib geschneidert. Sie schöpften aus dem Vollen und aus gewachsenem Teamgeist, überließen nichts dem Zufall, und meisterten turbulente und schwierigste Passagen auf höchstem Niveau. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten und gingen beseelt nach Hause. Auf diese tolle Gemeinschaft war ein sichtlich bewegter Ortsbürgermeister Heiko Heß besonders stolz und dankte allen Akteuren und Helfern für ihr Engagement und gelebte Solidarität. Heß nannte namentlich auch ein gutes Dutzend Sponsoren, bekanntlich soll der Erlös in behindertengerechte Sanitäre Anlagen im „Saal“ investiert werden.


"Frauenpower" kam an

"Zahltag" bei der kessen Marylin

Knallharte Kerle braucht Kirschroth

Lachsalven beim Publikum garantiert

Zuckerpanne- Auslöser richtig getroffen

Erwachen nach Saufgelage im "Goldenen Engel"