Wittmann-Gelände soll zweites EKZ werden- Anfrage liegt vor!

Kategorie: VG Sobernheim, Bad Sobernheim

 

Dez.2010-Westtangente: WITTMANN- GELÄNDE: Fluch oder Segen für Kunden und LEH? 

BAD SOBERNHEIM. Ende November 2010 hat der felkestädtische Hauptausschuss einen Stadtratsbeschluss  umgesetzt und ein Einzelhandelsgutachten für 9000 Euro bestellt. Das Gutachten besteht aus mehreren Bausteinen. So soll die Bad Sobernheimer Geschäftswelt näher analysiert, das Sortiment durchleuchtet und sogar die Kunden und Käuferschaft befragt und interviewt werden. „Gibt es schützenswerte Dinge in der Stadt?“ Gibt es nach dem Innenstadtzentrum auf dem ehemaligen Melsbach-Gelände weiterer Bedarf gerade an der Westtangente und stirbt dann die Innenstadt aus, gibt es weitere Leerstände? Fragen über Fragen. Das Gutachten soll der Stadt Antworten und Argumente liefern gegen das auf Wittmanns Gelände an der Westtangente geplante Fachmarktzentrum. Die Kreisverwaltung habe das Vorhaben zwar mittlerweile erst einmal abgelehnt, weil die Stadt das Gelände mit einer Veränderungssperre belegt hatte, war aus nichtöffentlicher Sitzung zu erfahren. Aber Greiner ist, dass die Stadt nachlegen, dokumentieren und argumentieren muss, warum sie gegen einen weiteren Fachmarkt ist. Schließlich darf  seitens des Gesetzgebers eine Veränderungssperre nicht zu einer Verhinderungssperre werden. Das Gutachten wird nicht nur fürs Wittmann-Gelände zwingend gebraucht, denn im Januar 2011 läuft die Veränderungssperre zwischen Beinbrech und Real ab - ohne dass die Stadt in zwei Jahren auch nur einen Finger gekrümmt hat. Anfang des Jahres muss die Stadt entscheiden, ob sie die Sperre verlängert - und sagen, was sie dort will. „Verändern, nicht nur verhindern“, gibt Greiner als Parole aus. 2011 muss entschieden und das „heiße Eisen“ angepackt werden. „Wir werden an der Nase herumgeführt. Will man mit mehreren kleinen Geschäften bestehende Baubestimmungen aushebeln? Was hat die Stadt von einem weiteren Fachmarktzentrum an der Westtangente  und welche Gewerbesteuereinnahmen haben wir?“ fragte Jörg Maschtowski (CDU) im Stadtrat harsch nach. Nicht 130, wie sein Nebenmann Willi Scheer argumentierte, sondern 180 Autoparkplätze habe er gezählt. Ergo werde der Platz von Hay als Parkplatz gebraucht. Bad Sobernheim mit seinen 6.500 Einwohnern habe genügend Cafes, Geschäfte, und ein weiteres Fachmarktzentrum passe „ausdrücklich da überhaupt nicht hin“. Der Christdemokrat zählte zahlreiche Leerstände wie etwa das Top-Markt-Gelände, in der Großstarße und im Felkecenter auf. 

 


Das Wittmann-Gelände...

...dient als Parkfläche