UNSER DORF: "Das war phänomenal, wie sich Becherbach präsentierte!"

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FOTOS Unten: Becherbach. „Die machen am Dienstagmorgen ein Volksfest, und alle machen mit - Becherbach powerte, das war einfach phänomenal“, freute sich Kirn-Lands Sachbearbeiterin und Diplom Biogeographien Mona Sesterhenn im Gemeindehaus mit den Becherbachern.

„Becherbach hat Zukunft“ – diese konkrete Identifikation mit ihrem Ort und dem urbanen Leben entwickelte gestern bei der Jury der Gebietskommission der ADD aus Koblenz eine besondere Strahlkraft. Stubenhocker gab es gestern Morgen in becherbach nicht. Schon bei der ersten Begehung im Mai blieb nichts dem Zufall überlassen, das Dorf kam weiter in die Hauptklasse. Auch gestern war das Feld bestellt, als die Jury kam. Schon am Sonntagmorgen fuhr das Dorfoberhaupt Frank Schätzel mit dem neuen  Feuerwehrauto und den Ratsmitgliedern die Route ab. Minutiös war der Ablauf beginnend mit einer Powerpoint-Präsentation in der für 290.000 Euro erweiterten Kita „Regenbogen“ und die Themenfelder bürgerschaftliches Engagement, Konzepte kommunaler und privater Investoren und Initiativen, oder die Grüngestaltung und die Infrastruktur mit Kindergarten, Dorfladen, Kirchen, Vereinen, der Kinderbücherei, Musikschule, Gaststätte, Tenne, Feuerwehrgeräte- und Gemeindehäuser in geballter und konzentrierter Form vorbereitet, bevor es mit dem Feuerwehrauto und E-Bikes auf die Besichtigungstour ging. Neue Flutlichtmasten und die exzellente Fußball-Jugendarbeit im TuS stellte Joachim Kuhn vor, Feuerwehrchef Karl-Otto Selzer nannte über 972 Stunden Eigenleistung beim Hallenneubau. Teamarbeit wurde sichtbar, Wolfgang Schneider an der Kirche, Helmut Borger, Werner Barth und Friedhelm Borger gaben Auskunft in der Tenne Am Weiher erfuhr die Delegation, dass der Pfarrer vom Boot aus Kirche hält, das Kleinod im ganzen Dorf überraschte die Jury, zumal „Ob“ Frank Schätzel ohne Punkt und Komma ein Füllhorn dörflichen Miteinanders ausschüttete. Im Gemeindehaus waren Tische mit Becherbacher Spezialitäten, Lagepläne, die Imkerei, die Dorfliteratur und Alt-Ob`s Werner Barths Bücher, Plakate von besonderen Konzerten, Bildwände von Festen, Tradition und Handwerk, oder die breite Palette reger Vereinstätigkeit zu sehen. In elf dicken Leitz-Ordnern präsentierte Marco Speier jeden Zeitungsausschnitt aus Jahrzehnten.

„Es war spannend. Sie haben ein sehr lebendiges Dorf“, lobte Jury-Leiterin und wie alle fünf anwesenden Juroren Diplom- Ingenieur FH, Katharina Lenhart, von der ADD, Arbeitssitz Koblenz, und weiter: „Wenn ein Dorf solch ein Herz wie den Dorfladen hat- ihn in jedem Fall erhalten“, war sie über die Grundversorgung des täglichen Bedarfs angetan.

Stefanie Dobbertin, zuständig für Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Perspektiven: „Sie alle stecken viel Herzblut und Idealismus in ihr Dorf“. Sie sei sehr positiv auch über die Arbeitsplätze überrascht. Die schön gestalteten Höfe und kaum Leerstände im Ort ließen bei Wolfgang Metz in punkto Baugestaltung und Entwicklung keine Wünsche offen, und auch Helmut Meier habe gestaunt das Miteinander und die  Einbeziehung der Natur im Ortskern.

Michael Becker, selbst Ortsbürgermeister in Bilkheim im Westerwaldkreis, sah den Ort optimal aufgestellt. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ müsse die Weichenstellung lauten. Bei der Schlussbesprechung im Gemeindehaus nannte er seinen Becherbacher Kollegen Frank Schätzel einen „Power-Bürgermeister“. Solch Publikumskulisse sehe man selten und sei große klasse. „Bei allem ehrlich und fair sein, mit Haushalten, Grundstückspreisen und nachbarschaftlichen Beziehungen pfleglich und behutsam umgehen“, das zahle sich aus, und hier habe Becherbach all seine Hausaufgaben gemacht, sagte er.


Geballte Infos im Gemeindehaus

Mitten in der Hauptstraße

Richtung Oberdorf

Becherbacher Spezialitäten

Vor Bildwänden