Merxheim: Kids feiern 30. Geburtstag mit einem großen Musical-Special!

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MERXHEIM LÄSST´S KRACHEN: GROßE MUSICAL-AUFFÜHRUNG AN OSTERSAMSTAG & OSTERSONNTAG- MOTTO: "30 JOHR-KINNERCHOR!" - RAMONA WÖLLSTEIN FEIERT 20 JAHRE CHORLEITERJUBILÄUM - DANACH 950-JAHRFEIER DER ORTSGEMEINDE AN PFINGSTEN

Merxheim. „30 Johr- Kinnerchor!“, so werben Plakate mit einem dicken Ausrufezeichen für ein Musical des Kinder- und Jugendchores Merxheim am 23. und 24. April in der Mehrzweckhalle. Die Tanz-, Sing-, Tages- und Solistenproben laufen auf Hochtouren und fast täglich. An Ostern sollen quasi in einer Art Zeitreise drei Jahrzehnte kulturelle Highlights dokumentiert werden. Neben diesem Musical als Jubiläumskonzert studieren alle Merxheimer Chöre im Vorfeld der 950-Jahr-Feierlichkeiten der Gemeinde ein gemeinsames Lied zum Ortsjubiläum an Pfingsten ein: Auch da reiht sich der Kinder- und Jugendchor samt Elternschar ins Helferteam ein und ist mit von der Partie. Als „Singendes Dorf an der Nahe“ eilt ein Ruf wie Donnerhall voraus: Den Werdegang des Chores hat Ramona Wöllstein drei Jahrzehnte lang selbst mit gestaltet und geprägt. Die 31-Jährige übernahm 1991 gemeinsam mit Melanie Loch und Melanie Biermann den Kinderchor. Mit dem Musical feiert Ramona Wöllstein nun ihr 20-Jähriges Chorleiterjubiläum. Nach grandiosen Auftritten und  Musicals in jüngster Vergangenheit sei eine Steigerung thematisch schwierig gewesen, erzählt sie, aber: „Hoch motivierte Kinder, das gute Miteinander aller Chorgattungen und die große Akzeptanz in der Bevölkerung waren uns Ansporn zu diesem Jubiläums-Musical“. Exemplarisch wird „30-Johr- Kinnerchor!“ aufgearbeitet: Deshalb hat sie mit ihrem Vater und „Chorgründer“ Stefan Ottenbreit das gesamte Repertoire als Musical selbst ausgewählt und geschrieben, Stories und Tänze arrangiert, und lässt sozusagen drei Jahrzehnte Chorarbeit mit all seinen kleinen Facetten und Geheimnissen, Zwischenmenschlichem, mit Anekdoten und Highlights, noch einmal szenisch Revue passieren. Das erste Lied unter Dirigent Josef Winter hieß „Es geht eine helle Flöte“. Es folgte fast jedes Jahr ein eigenes Konzert, viele Freizeitangebote wie „JuHe“-Aufenthalte oder Sommerfeste, Ständchen in Nachbarorten, Exkursionen am Winchendeller Weiher, im Freilichtmuseum oder auf dem Barfußpfad. Und weil die Kinder von einst heute selbst stolze Eltern sind, ist der Merxheimer Kinderchor mit 60 singenden Kindern und Jugendlichen aus zwölf umliegenden Orten so stark wie nie zuvor. Hinzu kommt seit fünf Jahren ein kleiner Jungenchor mit zehn Knaben, sowie ein 37 Stimmen zählender Elternchor, der in jüngster Vergangenheit mit Blues-, Jazz-, Swing-und Gospelkonzert, dem Abba-Musical „Mama-Mia“ (2006) sowie einem Afrika-Konzert (2007) zugunsten eines Schulbaus in Gando in Burkina Faso für Furore sorgte. 2009 wurde gemeinsam mit dem MGV Merxheim und dem MGV Hochstädten „Missa Lumen“ von Lorenz Maierhofer als beeindruckendes  Highlight in seiner ganzen klangvollen Pracht aufgeführt. „Unser Repertoire ist beachtlich. Der Elternchor singt nur in Verbindung mit dem Kinderchor, sozusagen als eine besondere Hommage“, sagt Stefan Ottenbreit, der seit Bestehen 1981 nach einer zweijährigen Auszeit 2008 wieder den Vorsitz übernahm. Anfangs unter den Fittichen des MGV „Harmonie“ Merxheim, ist der Chor seit 2006 ein eigenständiger Verein.

Alle Chorgattungen proben und feilen für die musikalische Jubiläumsshow in zwei Akten mit Einlagen an Ostersamstag und Ostersonntag Soloauftritte, Tänze oder Gesangseinlagen allein oder gemeinsam. Eine große Bühne wird aufgebaut, eine professionelle Band begleitet, und renommierte Simmertaler Experten sorgen für die Beschallung, Licht und Ton. Wer derweil die Proben in der Mehrzweckhalle besucht, spürt geballte Begeisterung und Vorfreude pur.  Kinder- und Jugendchor sind mit Feuereifer dabei: „Super, das war klasse: Das war die Zugabe und das muss richtig knallen!“, verteilt Ramona Wöllstein an strahlende Kinderaugen Komplimente. „Das kann sie, das versteht sie und das ist ihr Erfolgsgeheimnis“, lobt ihr stolzer Onkel Stefan Bauer aus der großen Musikerfamilie das Fordern und Fördern. Während die Kleinsten Peter Maffays „Nessaja“ singen, bevorzugen die älteren Teenager eher Kompositionen von den Blues Brothers, klassische Soundtracks oder Filmmelodien wie etwa „Its Raining Men“ von den Weather Girls. „We go together“ aus dem Musical „Grease“ ist ein weiteres Lieblingslied, aber auch das Schwierigste. Kontrastreich geht’s mit einem beliebten Weihnachtslied bei den heiteren und quietschvergnügten Proben weiter, denn auch das darf an Ostern beim Musical im breiten  Repertoire aus drei Jahrzehnten natürlich nicht fehlen.


Ramona Wöllstein seit 20 Jahren Chorleiterin!

60 Kids und Teenager singen im Chor mit

Merxheimer sind...

...das Singende Dorf!

2011 an Pfingsten