Helau! Merxheim, Monzingen, Bad Sobernheim, Odernheim & Staudernheim: Jubel, Trubel, Heiterkeit - die 5.Jahreszeit begann in Hochburgen am 11.11.

Kategorie: Bad Sobernheim, Merxheim, Odernheim, Staudernheim, Lokale News an Nahe und Glan, Kunst und Kultur, Lifestyle

 

Zunge rausFotos am Textende: Odernheim: Sturm aufs Rathaus! -- In Köln scharrten die Jecken mit den Hufen und haben die närrische Kampagne viel zu früh gestartet – konnten es kaum erwarten! Während an Nahe und Glan allerorten St. Martin beim Lampions-Zug mit Gesang und Lichterglanz vorneweg ritt, wurde am 11.11. feucht-fröhlich ebenso in die fünfte Jahreszeit gestartet. Die Merxheimer Kooperation „Merxheimer Wind“ begann am späten Abend ihre Session am Brunnen im Ortskern.

Stunden zuvor unternahmen in Odernheim die „Närrischen Kicker“ vom SC nach vierjähriger Abstinenz wieder einen Sturm aufs 1541 erbaute Rathaus. Einzig Advent und Weihnachten zwischen dem 11.11 und Aschermittwoch kommt augenzwinkernd den eingefleischten Fastnachtern in der Region „total ungelegen und stört“. Am 12.11 ging es in Odernheim bei einem ausverkauften „Määdsche Frühstück“ weiter; - am 11.11 feierten mit einem „Best-Of“ die Staudernheimer „Bachschnooge“ vom Kulturverein Auftakt zur Jubiläumssause 6 mal 11 Jahre; - und tags darauf die Damen bei ausverkauftem Haus eine Damen-Sekt-Party: Da geht der Punk ab, da steppt der Bär, da halten Elferratsfrauen, Büttenredner und Funkenmariechen das närrische Zepter fest in Händen.

Dem glücklichen Odernheimer Dorfoberhaupt (und Sitzungspräsident) Achim Schick blieb gestern Abend beim Sturm auf das Rathaus letztlich keine Wahl, zu kapitulieren und den Schlüssel und die gähnend leere Gemeindeschatulle herauszurücken. Zu groß war die Übermacht. Die sechsstellige Summe aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (K.I.3.0) war in der Glangemeinde noch nicht angekommen, und so standen dem Metzgermeister Franz-Josef Halbhuber Tränen in den Augen – durfte er doch auf Rathaus-Anweisung die Schnittchen aus Kostengründen „ohne Schnick-schnack, ohne Gedöns oder Firlefanz wie Radieschen und Grünzeugs liefern“, wie Achim Schick auf Nachfrage bestätigte.

Die Urumer närrische-Kicker-Korporation mit ihrem exzellenten Büttenredner und Abteilungs-Vize Markus Scholl fuhren schweres Geschütz am Rathaus auf: „Sie haben im Rathaus Besserung gelobt, so lange wie davor der Volkszorn tobt. Doch sind´se wirrer an den Macht, wird alles wie zuvor gemacht. Und was mich noch am meischte quält, mir Deppen hun´se noch gewählt!“ reimte Scholl in Profimanier, während Konfettikanonen Richtung Rathaus krachten und Zaungäste das Prozedere bejubelten.

„Rück de Schlüssel ´raus, mir duns dir sah´n - sonscht kimmt uffs Dach de rote Hahn! Lasst erzittern jetzt diesen Bau – wir stürmen ihn mit einem dreifach Urum helau“ -dem hatte dann Achim Schick, von seinen Fraktions-Kollegen größtenteils im Stich gelassen, bei derlei Übermacht nichts mehr entgegenzusetzen. Er rückte den Rathausschlüssel heraus und lud zu Weck, Worscht und Wein ein – ein fulminanter Auftakt, ein farbenprächtiges Spektakel in Odernheim, dem größten Ort in der VG.

 


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