Hochwasserengel machte seinem Namen alle Ehre - Gefahr nicht gebannt!

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Mittlere Nahe. Fotos am Textende: Die Nahe ist die reißerische Wilde…Nach verheerenden Hochwasser und Starkregen rufen Bürger besorgt bei Heylive an: Im Meddersheimer Regenrückhaltebecken wachsen Bäume – und: Bachläufe wuchern zu. Warum werden Hochwasser-Schutzkonzepte mit 90 Prozent bezuschusst, wenn sich immer mehr Gutachter die Taschen vollstopfen und wie bei den „weißen Flecken“ der DSL-Versorgung rein gar nichts passiert / getan wird? So fragen Bürger. Ein weiteres Dilemma offenbart sich in Hundsbach seit Jahren, wo „Pfalz-Connect“ aus Löllbach, gelinde gesagt, sich einen Dreck um gute Telefon- oder Internetverbindung seiner Kunden schert. Es war schlecht und wird ständig schlechter – empören sich Hundsbacher Bürger: "PFALZconnect Support" antwortete am 25.11.2016 lapidar Hundsbachern, Zitat: >>>„…leider kam es in den letzten Wochen hauptsächlich Samstags zu Ausfällen in Hundsbach, da in der Nähe des Verteilers Elektroarbeiten ausgeführt wurden und teilweise der Strom abgeschaltet worden ist…“

Ein breites Feld – gleiche Problematik, aber andere Baustelle. Vier Schwimmbäder im Radius von 20 Kilometer machen jeweils hundertausende Euro Verlust - Daseinsfürsorge: - und in Hundsbach geht kein Telefon. Das Vertrauen in Politik vor stringender "Wirtschaftlichkeit" schmilzt trotz Transparenzgesetz wie Butter in der Sonne. Lieschen Müller und Otto Normalo fühlen sich verarscht, im Stich gelassen, weil das Gegenteil von dem getan, was gesagt wird.

Zurück zum Hochwasser. Es kommt. Die Frage ist nur, wann. Wie Sommer-Starkregen in Stromberg, Waldgrehweiler, Odernheim, Odenbach, sogar die B 41 in Martinstein wird überflutet.

Als ganz wichtig wird die Erstellung eines Hochwasser- und Starkregen Schutzkonzeptes in Kirschroth einstimmig befürwortet. Das Dorf liege im Talkessel – in jüngerer Zeit habe man Glück gehabt, war im Rat allgemeiner Tenor. Alte Kladden und Chroniken berichten davon, dass mehrere Stück Vieh nach Meddersheim weggeschwemmt wurden, „abgingen“.

Und jetzt zum neu restaurierten steinernen Hochwasserschutzengel auf dem Kirner Friedhof: Er wacht über das aktuelle Kindergrabfeld und steht nahe dem Grabfeld für 26 Kirner Bürger, die mit fünf weiteren aus Hahnenbach Anfang August 1875 beim Hahnenbach-Hochwasser ums Leben kamen. Kirn blieb mit Jahrhunderthochwasser 1993 und 1995 des Öfteren nicht verschont.

In der Zeitung erzählte Stadtarchivar Paul Hornemann vom Hochwasserschutzengel: Er stand am heutigen Rathaus der Stadt Kirn, am Wilhelm-Dröscher-Platz, da, wo ganz früher der Friedhof war. Beim Hochwasser drohte das dortige Amtsgericht mit Kittchen einzustürzen. Der Polizist Schultheiß kletterte in seiner Not mit seiner Familie und einem Gefangenen auf den Engel – und alle konnten gerettet werden. So bekam der Kirner Hochwasserengel seinen Namen und wurde ein Jahr später, 1876, an das Massengrab der Kirner Opfer auf den Friedhof platziert.


Kirn im Jahre 1875

Am Hahnenbach

Hochwasserschutzengel

Meddersheim 2011: Land unter