Weinfest-Samstag 2016 in Meddersheim - Impressionen um Mitternacht

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Zunge rausFotos unten-Textende: Meddersheim. Tolle Atmosphäre, Partystimmung zum abfeiern, Freunde und Bekannte treffen, Kulinarisches, Sekt und Selters und prämierte Weine genießen  – so hieß die Parole beim 38.Weinfest neuerer Zeitrechnung. Von einem Rekordbesuch war die Rede, andere sahen die Reihen gelichtet und schon mehr Besucher. Übrigens: Das erste Winzerfest in Meddersheim feierte man im September 1949 anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, kreisweit die einzige. Von da an fand bis 1954 ein Weinfest statt.

Neu war am Samstagabend, dass erstmals die Teenager „Sunshine-Girls“ hübsch gestylt mit einen sehenswerten Pop-Tanz das Fest eröffneten. Wir sahen uns um, was es Neues gibt auf der Meddersheimer Weinfestmeile und was das Weinfest im weiten Umkreis so beliebt macht und worauf Nachbarorte und Vereine offen die Frage stellen: „Was hat Meddersheim, was wir nicht haben?“

Die Weinprobe: Seit Einführung des Festes „Rund um die Naheweinstraße“ 1972 gibt es sie. Die 45.te fand erstmals am Freitagabend auf dem Dorfplatz am alten Rathaus statt und war ein voller Erfolg. „Grandios, eine wahnsinnig tolle Stimmung herrschte“, lobten Stephan Weck und Weinfestausschuss-Vorsitzender Friedel Schiffer. Urig gemütlich war es, zwanglos und leger, froh und heiter Freunde treffen. Alles passte: Elf besprochene Weine, darunter Raritäten aus 2013, das Wetter, die Stimmung, die Musik mit Alleinunterhalter Wolfgang Marx und das Essen, alles top. Über 400 kamen, 223 Zahlende. Anders als 2015, als Kosten um die 4000.- Euro für Dekoration, Saalmiete, Blumen, Live-Band, viel Brimborium und Tralala nicht zu kompensieren waren. Sprich: Etwas Neues her musste: Die erste Weinprobe auf dem Dorfplatz war von der Resonanz her „überwältigend weil gelungen", sagte Jürgen Sponheimer (WZG Rheingrafenberg). Einziger Wehrmutstropfen blieb die Akustik, das muss besser werden!

Die Musik am Samstagabend: Dreimal spielte „Undercover“, vier Mal „Borderline“ aus Weimar. Jetzt spielte erstmals die Showband „Soundclub“ aus Köln – Sehr viele Besucher dachten laut nach: „Hoffentlich auch zum letzten Mal“. Gründe sind vielfältig: vom nervenden Soundchek bis zur Klangfarbe. Selbst bei viel Jugend kam das Gekreische nicht an - die Titel musste man erahnen!

Die Essenstände: Erstmals übernahm die Wildkammer für den Apollo-Chor den Platz. Damit ging aus Altersgründen und wegen Helfermangel eine Ära zu Ende - der Apollochor wurde vermisst; - er stand immer mit einem breiten Angebot da, wie aus dem Ei gepellt und servierte viele Jahre lang auch den „Dippegucker“. Die Wildkammer war mit einem Food-Auto präsent und füllte die Lücke: Lange vor Mitternacht strahlten Petra und Klaus Nieding: Der 400. Wildburger ging über den Tresen - ein Renner, Gestern gab´s Wildbratwurst und Wild-Currywurst.

Eine täglich wechselnde Speisekarte hatte Pizzawirt Sali Tedesco: Am Freitag waren die Gäste von Bruschetta angetan, am Samstag gingen meist Schnitzelbrötchen -600 verkaufte er an zwei Tagen- , Schafskäse und Wildgulasch, gestern standen Spare-Ribs und Schaschlik auf der Speisenkarte. Die Landfrauen arrangierten gestern das Kuchenbuffet. Beim TuS gab es neben dem Standartprogramm Spießbraten und Spundekäs`, Käsewürfel und Laugenbrezeln. „Pommes dauert zehn Minuten“ – das war nicht gut!

Die Weinstände rotieren jährlich: Auffallend ist, dass die Weingüter mit Accessoires aus Keller und Speicher liebevoll ein behagliches Wohlfühlambiente schaffen, wo man gerne verweilt. „Freiwein“ und Festeröffnung gab es wegen der Hitze eine Stunde später. Wer am Kühlhaus steht, spendiert ihn: Am Samstag war es die Winzergenossenschaft – Fleur du Soleil, Scheurebe feinherb. Die Scheurebe wird dieses Jahr 100; - dieser Wein von der Genossenschaft war bei der Jugend genau so beliebt wie Bacchus lieblich: Harmonisch süß mit wenig Alkohol. „Nummero sechs, Spätburgunder Weißherbst und 2015-er Riesling Quarzit“ nannte Weingutchefin Petra Hexamer Kundenlieblinge  „Bacchus Spätlese und fürs ältere Semester Riesling Classic oder Rose` halbtrocken“ - darauf blieb Walter Hehner am Gemeindehaus nicht hocken. Bei Eckhard Schlab war es Weißburgunder trocken und Bacchus Kabinett lieblich. Rose´ Sekt trocken und Cuve`e Pinot Sekt brut – überwiegend deshalb wurde das Wein- und Sektgut von Heiko Bamberger gezielt um Mitternacht angesteuert.


Sunshine-Girls

Festmeile 2 Uhr

Sunshine-Fans

Königinnen+Könige

Freiwein- Prosit!