Kids sind fit- Aber McD & Co. machen dick und durstig und sind sooo bequem

Kategorie: Kirn, Kreis KH, Nachbarschaft, Lokale News an Nahe und Glan, Schule

 

FOTOS UNTEN: Kirn. 2011 startete die Realschule plus auf Kyrau mit zweit Ganztags- und einer Halbtagsklasse in eine neue Ära. Erklärtes Ziel: Nach dem Lehrplan mit diesen Klassen das folgende breite Spektrum im neuen Wahlpflichtbereich optimal erarbeiten, und im zweiten Schuljahr Realschule plus dieses Jahr ähnlich gute Anmeldezahlen wie 2011 zu erreichen. Das wünscht sich Schulleiter Harald Schmell.

Der Rektor stellte vor den kommunalen Vertretern von der Stadt Kirn und Kirn-Land sowie den Ortsbürgermeistern, die die Realschule plus ermöglichten,  beim Neujahrsempfang das integrative Modell der Schule auf Kyrau mit seinen neuen Wahlpflichtfächern ab der Klasse 6 sowie den kompetenzorientierten naturwissenschaftlichen Unterricht in gut ausgestatteten Räumen durch Fachlehrer vor. Das Angebot umfasst ein breites Spektrum, einschließlich Französisch als zweite Fremdsprache, Hauswirtschaft und Sozialwesen, Technik und Naturwissenschaften sowie Wirtschaft und Verwaltung, die Schmell gebräuchlich mit „HuS“, „TuN“ und „WuV“ abkürzte. Erst ab der 7.Klasse erfolgt die Differenzierung nach Fächern in Leistungs- und Grundkursen, deshalb hätten Schüler verbesserte Aufstiegsmöglichkeiten. Schmell dankte dem Schulträger für die Installation und die optimale Vernetzung der „neuen Medien“. Im Rahmen des Programms „Medienkompetenz macht Schule“ hat sich die Realschule plus erfolgreich beworben und erhielt eine Landes-Förderung von 40.000 Euro für die Anschaffung interaktiver Wandtafeln, so genannter „Whiteboards“ mit insgesamt 28 Notebooks und dazugehöriger Software und „Infrastruktur“, wie etwa Koffern und Aufladestationen.

Die beiden ersten Ganztagsklassen 5a und 5b nutzten in zwei Klassenräumen diese neuen Medien während einer interessanten „Unterrichtsmitschau“, jedenfalls waren die Gäste fasziniert von Hightech und der problemlosen Anwendung sowie dem Wissensstand der Schüler im Medienzeitalter. Die Fünftklässler wurden von den beiden Referendarinnen Isabell Schinkel und Anja Weber unterrichtet. Die beiden hatten mit Schülerinnen der achten Klassen ein tolles Spezialitäten-Buffet mit Snacks und Fingerfood gezaubert und waren mit dem Kollegium gute Gastgeber.

Thema der Schulklassen in fünf Stationen und Arbeitsgruppen war die ständige Konfrontation mit der Problematik und die Förderung problemorientierten Denkens: „Wie und wodurch beeinflusst Werbung mein Kaufverhalten?“ Dabei wurde die Fernsehwerbung, No-Name Produkte im Kontrast zu Markennamen, Werbung und Reklame, ansprechende Werbeetiketten, sowie die Qualität als solches mit Geruchs- und Geschmackstest genau im direkten Bezug zur eigenen Lebenswelt unter die Lupe genommen. Alle Sinne belebende markige TV-Werbung und den passenden Werbeslogan erkannten die Schüler schon beim ersten Blick oder Ton. Sie waren „up to date“ und wussten über Geschmacksknospen oder die Ausschüttung von Glückshormonen, leckeren Farben und schmackhaften Wörtern bis hin zu Gratiszugaben und Gewichtsmogeleien genauestens Bescheid. Und dass ein „No-Name-Produkt“ allein durch den Etikettentausch besser schmeckt als ein Markenprodukt- auch diese Erfahrung war für die Schüler in Wirklichkeit nichts Neues, zumal beide süße Schokoriegel identisch waren und vom selben Hersteller kamen. Und was lernten die Schüler und die Bürgermeister daraus? „Dass Werbung verlockend ist und täuschen kann“, der Kunde „genau hinschauen und vergleichen muss und nur das kaufen sollte, was am allernotwenigsten gebraucht wird“ zogen die Schüler ihre Quintessenz.

 


Große Packung kleiner Inhalt

Die Kids wussten Bescheid

Sie fragten gezielt nach

Neue Medien: Laptop und Whiteboard