Erinnerungen an die gute alte Zeit - Motto: "Erleben wie es wirklich war!"

Kategorie: Bad Sobernheim, Kreis KH, Lokale News an Nahe und Glan, Kunst und Kultur

 

Bilder unten anklicken Bad Sobernheim. „Anno dazumal“ hatten die Freunde des Freilichtmuseums ihren bunten musikalisch-poetischen Liederabend im Kaisersaal über das felkestädtische Freilichtmuseum umschrieben und eigens einen Projektchor unter Akkordeonbegleitung von Bernd Wagner gegründet. Der Abend wurde zu einer humorvoll-heiteren besinnlichen Bestandsaufnahme und zu einer Zeitreise in die Vergangenheit: „Allein was wir erleben durften ist ebenso viel wert wie in der Spendenkiste“, rühmte Rolf Kehl als Vorsitzender des Stiftungsrates, und Museumsleiterin Sabrina Mehler schloss sich an: „Sie haben uns erleben lassen, wie es wirklich war!“, sagte sie in Anlehnung an das Museumsmotto und lobte in höchsten Tönen die liebevoll-unterhaltsame Art, bei der man herzlich lachen konnte. Der Erlös dieser Benefizveranstaltung wird dem Aufbau der Töpferei Mecking vis-a-vis dem Rat- und Backhaus Hasselbach im Hunsrück-Nahedorf zugute kommen.

Was Liedermacher Helmut Gebhard querbeet an altdeutschen gefühlvoll-romantischen Liedern zum Besten gab, hatte Tiefgang, Stil und Format. Nostalgisches war allgegenwärtig und lebte auf, wie etwa die 15 Stationen des BUND auf dem Schmetterlings-Erlebnispfad, das Hahnekrähen auf der Mist, das Postillion sowie das Klappern des Mühlrades oder die pure Lebensfreude beim tanzen im Winterburger Tanzsaal. Untermalt war der Vortragsreigen mit Fotos von Jürgen Bergmann.

Fast ein Dutzend Vortragende nannte der Meddersheimer Moderator Wolfhart Dhonau am Schluss, die den Abend mit Vorträgen bereicherten: Poetisch wurden lachende und spielende Kinder umschrieben, alte Anekdoten und überlieferte Kalamitäten humorvoll-ironisch ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Und damals wie heute war die Angst „Wenn erst die Presse was gerochen, sind wir blamiert bis auf die Knochen“ meist unbegründet. Die Besucher applaudierten herzlich bei Erinnerungen an die „gute alte Zeit“, etwa als die dicke alte Eiche Richtung Meddersheim ihre Erinnerungen erzählte: „Vergangenes Elend, vergangenes Glück- alles bringt diese Eiche zurück!“. In Prosa und Mundart wurde bis in die Brandnacht am 19. September gereimt: „…was der Mensch in Epochen konstruiert, wird in Sekunden ausradiert. In einer einzigen Feuernacht, werden Erinnerungen zunichte gemacht. Uns bleibt nur in diesen Tagen, der Feuerwehr Dank zu sagen“, reimte Wolfhart Dhonau, nachdem er zuvor in Reimvers erläuterte, warum man einst auf Strohdächer verzichtete und die Kinder im Winter Kohlen mitbringen mussten, um das Klassenzimmer zu heizen.


Idyllisches Ambiente im Kaisersaal

Viele Mitwirkende für Töpferei Mecking

Haus Enkirch wurde eingeweiht

Zahlreiche Majestäten

Hintergrund: Weinkulturzentrum