Wehrführer Volker Müller, Bad Sob.: "Täglich im Feuerwehrhaus"- bislang 116 Einsätze. Stand: Ende Aug.`19 - Meddersheim: Einsätze verdoppelt!

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Fotos am Textende ANKLICKEN! Bad Sobernheim. Übungen sind wichtig und notwendig! Die Produktionsstätte von Sekisui Alveo war Ende August 2019 Schauplatz eines Übungsszenarios für die Feuerwehren aus Bad Sobernheim und Monzingen sowie den Rettungsdienst.

Die Einsätze nehmen extrem zu, berichtete der felkestädtische Wehrführer Volker Müller, der dieses realitätsnahe Spektakel vor den eigenen Wehrleuten streng geheim hielt und mit dem Brandschutzbeauftragten der Firma in der Haystraße 20, Andreas Münnich und der Sicherheitsfachkraft Björn Fischborn, gemeinsam ausarbeitete. „Wir haben wieder einmal einen Evakuierungsalarm – die Räumung der Hallen hat in weniger als zwei Minuten super geklappt, aber es werden drei Personen vermisst“, erzählte Münnich und konnte detailliert den anrückenden Einsatzkräften Daten und Aufenthaltsorte melden. Auch bei Sekisui Alveo wusste anscheinend niemand Bescheid.

Momentan sei man täglich im Feuerwehrhaus am Johannisplatz und in diesem Jahr schon zu 116 Einsätzen alarmiert worden, berichtete Volker Müller. Stand: Ende August 2019. Um ein Haar musste die bis ins Detail geplante Übung mit Dummy und den beiden authentisch geschminkten und „schwerstverletzten“ Komparsen Michael Zimmermann und Alexander Knoll abgesagt werden, weil Minuten zuvor bei Musashi Fehlalarm ausgelöst wurde.

Angenommenes Szenario bei Sekisui Alveo war: Aus unbekannter Ursache ist in der Lagerhalle ein Brand ausgebrochen, eine schwer verletzte Person unter einer Palette musste mit Hebekissen unter einer Palette geborgen werden, und in einem anderen Gebäudetrakt musste eine weitere Person nach einem Sturz von einer Leiter mit offenem Beinbruch von einer Zwischendecke gerettet werden – gleichzeitig begann die (fiktive) Brandbekämpfung. Das DRK-Rettungsteam war mit einem Notarzt und den Ehrenamtlern Jochen Iseke aus Meddersheim und dem Daubacher Christoph Espenschied vor Ort, zahlreiche Wehrführer wie Thomas Wiebe (Merxheim) oder der stellvertretende VG-Wehrleiter Daniel Grossarth aus Odernheim waren Beobachter. Einhelliger Tenor: Wenn man sieht, wo, und was wirklich brennt – läuft der Erstangriff der Brandbekämpfung schneller ab.

Aber: Laufender Maschinenlärm, ohrenbetäubende Brandmelder, Rauch und Hitze brachten die Wehrleute und insbesondere die Atemschutzgeräteträger in vernebelten Hallen mangels „null Sichtverhältnisse“ an die Grenzen ihrer Belastbarkeit; - und das Üben bei diesen realistischen Gegebenheiten sowie die Ortskenntnisse in den Firmen der Region seien für eine schnelle und effektive Hilfe unverzichtbar und von großem Vorteil, sagten bei der anschließenden „Manöverkritik“ Wehrführer Volker Müller und Andreas Münnich. „Wir arbeiten stets gerne und kooperativ mit der Feuerwehr zusammen, alles klappte reibungslos“, dankte Münnich von Sekisui Alveo.


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