100 % echte urwüchsige Nußbaumer Dorffasenacht par excellence!

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CoolZunge rausFotos am Textende anklicken! Nußbaum. Die VfL-Kappensitzung war sechs Stunden lang urwüchsige und 100-prozentige Nußbaumer Dorffasenacht par excellence: Das restlos begeisterte närrische Auditorium und die Akteure gemeinsam krönten mit Ohrwürmern wie „So ein Tag…“, „Ole´, Ole` Fiesta“ oder „Hey Nußbaum – Dörfche an den Noh - Du bist ein Gefühl“, das 23. Finale in Folge.

Dankbares Motto war „Flower-Power“ –jene Hippiebewegung mit Luftgitarre, Vinyl-LP´s und Peace-Zeichen, mit Blumen in den Haaren, roter Sonnenbrille, Afrolook und Schlaghosen waren allgegenwärtig. Alle Fäden liefen beim VfL-Trio Marion Gräff, Vera Buch und Sandra Becker zusammen – „Wir sind mega-stolz und glücklich“ resümierte Letztere und meinte das freudige Auditorium im proppenvollen Dorfgemeinschaftshaus. „Das war riesig, das war phänomenal voller Enthusiasmus und Leidenschaft. Ganz großes Kino!“, dankten und lobten VfL-Chef Kalli Sponheimer und die neue Sitzungspräsidentin Anke Wiechert um 1 Uhr in der Früh`. Nach 17 Jahren Harald Fett läutete Nußbaums First-Lady eine neue Ära ein, meisterte ihren Part mit Bravour, begrüßte Ehrengäste wie etwa Stadtbürgermeister Michael Greiner, der sich bei jeder Gelegenheit im Ort blicken lässt und Nußbaum wegen Hevert-Gewerbesteuereinnahmen „einverleiben“ möchte. Narhallamarsch. Seine Frau Doris ist bekanntlich ein echtes Nußbaumer Mädchen.

Jung und Alt scharrten mit den Hufen und wuchsen über sich hinaus; - um 19.11 Uhr zog der 7-er „Elferrat“ ein, dem spektakuläre Tänze des Funkenmariechens Aileen Jaborek und den Nuttree Girls folgten. Den Vortragsreigen startete Thorsten Franzmann mit der „Tagesschau“, und der hatte 36 „News“ in Wort und Bild von den Windrädern auf dem Zollstock, CDU-Vandalismus auf Wahlplakaten, den „Highway to Hell“ der K 19 zwischen dem Stadtteil Gadderhof und Ebenhöh in Monzingen oder Nußbaumer Originale und Määd` brillant glossiert und karikiert. Thorsten Franzmann kam in seiner Paraderolle als Heinz Becker ein zweites Mal. Er wurde mehrfach mit stürmischen Ovationen, „Ui jui jui jui…“- Gesängen und Raketen geadelt.

Erstmals traten die Erste Beigeordnete Evi Schmell und Marianne Neumann als „Stinsche & Minsche“ auf. Ihr Zwiegespräch mit viel Dorfkolorit und Kalamitäten kam an: „Warum dem Ob aufs Band sprechen, der hebt sowieso nicht ab!“. Ex VfL-Trainer Ernst Baus kam mit Gitarre, der quirlige Bandleader berichtete singend aus dem Unruhestand als Breitensportler. Als Martinsteiner war er einziger „Import-Protagonist“, zählt in Nußbaum längst zum Inventar. Spontane Überraschungs-Gäste waren Birgit Daum und Marion Gräff, die sich über iPhone, Firewall, Viren und Trojaner, über Download und USB-Stick, wo man den überall ´reinstecken kann, über Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. ihre Gedanken machten und einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln starteten.

Nußbaums Ob Kai Wiechert ging als originelle Putzfrau durchs Dorf putzen und kehrte allerhand ans Licht der Öffentlichkeit; - und warum das Brauhaus Denkmalz zeitgleich zur Party einlädt und so dem Rosenmontagszug Paroli bietet, bleibt ihm ein Rätsel. Einen grandiosen Vortrag landeten die „Hula“-Frauen in Baströckchen der VfL-Wirbelsäulengymnastik und versprühten Südsee-Tonga Flair. Nußbaums Schlossherrin Patricia Sensch, ausgewiesene Literaturwissenschaftlerin und Expertin längst vergangener Tage, brachte geistige Raffinesse zwischen Hethiter, Nußbaumer und dem Südsee-Atoll auf den Punkt. Gepaart mit Humbug und Nonsens lief sie im Stile eines rheinischen „Adolf Tegtmeier“ mit stoischer Ruhe und verqueren Gedankengängen im Zwiegespräch mit Katja Jaborek karnevalistisch zur Höchstform auf. Die Nummer weckte exotische Träume, war glänzend inszeniert und wurde bombastisch gefeiert. Sensch trug unter ihrem altfränkischen Mantel ein hübsches Baströckchen und tanzte barfuß mit.

Es Kattsche vom Gadderhof (Katja Jaborek) ist Nußbaumer Urgestein und seit Jahren Bühnen-Garant. Über Krankheiten wurde sie neugierig auf Wellness und Sexshop. Schicki-Mickie Träume in Feuer und Eis sprach sie aus und probierte einen schlüpfrigen Latex Badeanzug. Sowohl die Donnerstags-Gruppe als „Rollator-Ladies“, der Tanz der VfL-Damenmannschaft („NuBa-Chicas“), wie das VfL-Männerballett waren choreografisch mit rasanter Performance samt Hebefiguren und Konfetti-Rakete eine Augenweide – auch hier wurde Zugabe gefordert und Raketen gezündet. Mit Bademantel traten die Mannen des gemischtes Chores und vom Stammtisch „Grünes Haus“ auf die Bühne und sangen eine mitreißende Gassenhauer-Hommage auf Udo Jürgens.

>Weitere Mitwirkende: Für Musik sorgte der gebürtige Nußbaumer Marco Nürnberg. Technik: Sebastian Schmidt und Thorsten Subat, Kulissenschieber Jan-Philipp Buch und Fabian Gräff. Rollator-Ladies: Leiterin Heidi Geiß, Inge Pressmann, Margarete Weyand, Ulrike Fachinger, Edith Dunzweiler und Simone Sesterhenn. Die Hula-Tanz-Frauen, Idee Patricia Sensch, Umsetzung Stephanie Franzmann, weiter: Katja Jaborek, Karin Tullius, Margarete Weyand, Petra Wolf, Birgit Daum, Dagmar Sponheimer, Marion Gräff. Nuttree-Girls: Aileen Jaborek, Vivienne Jaborek, Emilia Ludwig, Lina und Emma Franzmann. VfL-Männer-Ballett: Alexander Gräff, Fabian Gräff, Kalli Sponheimer, Jannick Geiß, Jan-Philipp Buch, Tobias Buch, Marco Dhonau, Jan-Niklas Kappen, Jonas Gramm, Max Sponheimer. Trainerinnen: Nina Lorenz, Franziska Becker, Anna-Lena Kappen und Luisa Dhonau. VfL-Mädels mit Abba-Songs: Leiterinnen: Elena Sponheimer und Laura Daum, weiter: Leonie Desch, Louisa Desch, Lene Greiner, Lena Hentschel, Clara Hexamer, Frauke Wingender, Ann-Cathrin Albrecht und Tamina Hahn. Nußbaumer Schoppe-Sänger: Manfred Baumberger, Karl-Heinz Schmell, Paul Neumann, Hermann Kaul, Friedhelm Martin, Willibald Resch, Hans Bööck, Sascha Kurz und Kai Wiechert. Trainerin: Marion Gräff.


VfL-Damenmannschaft

Evi Schmell + Marianne Neumann

Finale nach Mitternacht

Finale: Ole´, Ole`Fiesta...

Die Rollator-Gang

Männerballett mit Knalleffekt

Brillant: Katja Jaborek+Patricia Sensch