Staudernheims fröhliche Schnoogefänger laden trotz Corona zum Kerwefrühschoppen - Es geht doch! VfL ist guter Gastgeber - Gäste hellauf begeistert

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Fotos textende anklicken. Staudernheim. Auch in Corona-Zeiten wollten die Staudernheimer auf ihre  traditionelle Kerb nicht verzichten und feierten einen zünftigen Frühschoppen. Die Idee dazu hatten Erich und Harald Fett von den Staudernheimer Schnoogefänger, die im örtlichen Kulturverein fest integriert und ein Aushängeschild sind – Erich Fett lobte den Gemeinschaftsgeist. Und weil der VfL Staudernheim gewöhnlich Kerwe-Ausrichter ist, übernahm der um seinen Vorsitzenden Mark Krismer mit einem Dutzend fleißiger Helfern den Service: „Wir müssen den Anfang wieder finden und zurück in die Normalität“, sagte Krismer. Viel Lob ernteten die Organisatoren von den Gästen und Ortsbürgermeister Rolf Kehl: „Die 10.Corona-Bekämpfungsverordnung lässt dies zu – der VfL ist guter Gastgeber und hat ein schlüssiges Konzept für den Denkmalsplatz vor der Kirche konzipiert“. Staudernheims Schnoogefänger titulierten quasi den Kerwefrühschoppen als öffentliche Chorprobe und luden sich das Lauterecker Jazz-Quartett mit dem Lauschieder Ferdinand Stenzhorn als Gast ein. Im Wechsel traten die beiden Formationen auf, die Gastgeber erfreuten mit allerfeinster Stimmungsmusik und begannen mit den Zillertaler Schürzenjäger. „Dafür mach ma Musik“, „Der hellste Stern“ von DJ Ötzi oder „Du hast mich 1000 mal belogen“ waren gefeierte Ouotenhits von Erich und Harald Fett, Michael Kaufmann, Jürgen Krahn und Ernst Pulg.  Die Zuhörer blieben lange sitzen: Zaungäste lauschten auf Balkonen der Musik; - auf einer Bank in der Hauptstraße las Kirsten Maurer aus Schallodenbach aus dem Buch „Der Sinn des Ganzen“ von Anne Tyler: „Diesem Mut der Schnoogefänger muss Respekt gezollt werden. Chapeau! Wunderschöne moderne Frühschoppenmusik“, lobte sie. Die Schnoogefänger sagten spontan Kümmerer Gerd Kühner zu, in der felkestädtischen Seniorenresidenz ein Gastspiel zu geben.

„Liebe Gemeinde, Staudernheimer Leute – Martin Luther spricht hier und heute. Ich freue mich hier zu sein, vor der Kerch in Staudernheim!“, humorvoll-heiter hatte Pfarrer Ralf Anacker in Amtstracht die Ausnahmesituation in weltliche Reime gefasst. Ohnehin gingen die Gläubigen „recht selten in die Kerch hinein, deshalb stell ich mich mitten in die Probe `rein“. Anacker erinnerte an die Pest, er haderte mit Corona, denn mit der Pandemie kam das Aus zu den Feiern 250 Jahre katholische und 150 Jahre evangelische Kirche. „Ihre Kirchengockel halten gemeinsam 400 Jahre Wacht – egal welch` Bockmist Staudernheims Sünder macht“, reimte der Pfarrer und schmunzelte diebisch.

Zu den Fotos: Normalität bricht sich langsam Bahn: Am Kerwesonntag spielten zwei Formationen astreine und stimmungsvolle Musik zum Frühschoppen mitten im Dorf an der evangelischen Kirche.


Zufriedene Gäste

lauschten bei der Kerb

Feinste Schnoogefänger Musik

mitten in Staudernheim