Helau & Narhallamarsch: 5. Jahreszeit in vollem Gange - Frohsinn & Heiterkeit durch die rosarote Narrenbrille - Nicht zum Lachen in den Keller gehen! Best of

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Fotos unten machKlick. Das Beste – ein „Best-of“- Rückblick lohnt in Coronazeiten immer. Itzo könnte man in diesem Zusammenhang sagen, was für ein Glück, dass es das Internet oder ein Medium wie www.heylive.de gibt, an dem man sich satt sehen, satt lesen und satt erinnern und an schöne Momente zurückdenken kann. Es wird wieder eine Zeit nach Corona geben, wo man gemalte Kunst sehen, Chöre singen hören, geschriebene Texte lesen und das Theaterspiel live und in Farbe erleben kann. Gerade in der fünften Jahreszeit lebt das Kulturgut Fastnacht von der Komik, von Mimik und Gestik – und nicht selten dauert es eine Weile, bis die Kracher knallen und die Witze und Pointen zünden und ankommen.

Einer der größten aus der näheren Region war und ist „De Pälzer“ --- Bei Meenzer Konfetti echauffiert er sich köstlich über die Finanzkrise: „Hier ist ihre Bank“, rief diese ihn an. „Seine“ Bank hat angerufen --- Konto überzogen 2000 Euro im Minus – und wie war der Kontostand in „seiner“ Bank vor acht Wochen? Wusste „sein“ Mitarbeiter nicht, legte der „seinen“ Hörern ab, spazierte durch „seine“ Bank guckte in „seinen“ Unterlagen nach und nahm „seinen“ Hörer in „seiner“ Bank ans Ohr und teilte ihm mit: War 1500 Euro im Plus. Und: Hab ich Sie da etwa angerufen??? rief da Ramon Chormann empört.

Weitere Szene: Ich komme aus dem Krankenhaus ---letzte Woche war ich auf der Fasenacht, bin ich in die Garageneinfahrt eingebogen und volle Kanne frontal gegen das Garagentor geknallt – was ein Glück, ich hatt` das Auto net` dabei. Helau und Narhallamarsch. Sprichkloppersch Ingeborg wollte Hund beerdigen beim katholischen Pastor. Nee, gehen sie bei den evangelischen Kollegen fragten, wimmelte der Pastor ab. Fragt Sprichkloppersch Ingeborg: Meene Sie, der dät das für 500 Euro mache?  sagte der Pastor: Hätten Sie doch gleich sagen sollen, dass der Hund katholisch war….

Zuchthäuslersch Annemarie aus Bischm (Bischheim bei KIB), Blödmanns Peter, Altmaiersch Ludwig, es nixschaffersch Elsje, die Fraa Behämertsberger, Sprichkloppersch Ingeborg, der Friedhofswärter „Firchtmichnet" Schlappmauls Elvira und Dummbeitels Heinz sind des Kabarettisten Kumpels und --nomen est omen --Dummbeitels Heinz war schon immer so ein biß`chen blöd. Als sein Haus zusammenkrachte meinte er: „Glücklicherweise hatten ich die 60 Sack Zement nicht aach noch verschafft…die wären jetzt aach fort“… Narhallamarsch. Und: Zuchthäuslersch Annemarie hat immer zoff mit ihrem Mann Karl, der sie betrügt und fremdgeht. Sie weiß genau mit wem, wann, wo und wie oft – nur sie weiß nicht mit was….? Oder wenn beide im Bad stehen: Zieh die Jalousie runter, wenn ich unter die Dusch geh, sagt sie, und er kontert: „Wenn dich die Nachbarn sehen, ziehen sie ihren eigen Vorhang zu“. Dreifach donnerndes Helau, Ui-Jui-Jui…Au-Au-Au…, und Narhallamarsch!

Wenn de Pälzer den Bibelwitz erzählt, wo Blödmanns Peter 22 von 50 Bibeln verkauft oder er über die Kaltmamsell Isabell köstlich schwadroniert oder zum Ohrwurm in die Tasten greift: „Ei, ei, ei, do geht jo gar nix…“, dann ist Ramon Chormann in seinem Element.  In der Fastnacht und unter seinen Sandesbrüder gereift, blühte er bei Meenzer Konfetti auf, war bei de Mombacher Bohnebeitel oder Mainz wie es singt und lacht gesetzt. Mit Plätschkapp, Schlips, Hosenträgern mit Hosen, in die er zweimal reinpasst, kalauert er über Gott und die Welt, …. Am Schluss braucht er nur Zuchthäuslers Annemarie zu erwähnen und das Volk grölt! Eine Pointe jagt die nächste, wenn er Lieschen Müller, Otto Normalo oder dem „Olver“ schonungslos offenbart, was sie mit dem „Inkaafswääelche“ (Einkaufswagen) für ein ergötzliches Bild im Supermarkt abgeben oder wenn er mit dem gnadenlosen Pfand-Flaaascheautomat kämpft. Obergipfel, Frechheit per se, wenn der Automat spricht: „Flasche gehört nicht zum Sortiment“.

Herzhafte Lacher bei jedem Programm: „Guckemoodoo“ oder „Hausmacher“: Er trinkt „Zu schnell, net zu viel“. Eine Flasche Wein ist nicht schlimm, aber in einer Viertelstunde…?  De Pälzer ist aus der Mainzer Fasenacht ausgestiegen, weil das Volk das ganze Jahr über etwas zu lachen haben will. Und was seine Kollegen, die blendend aufgelegte närrische Zunft, um „Hillu´s Herzdropfa“, Hildegard Bachmann, Heinz Meller, Helmut Schlösser, oder Pastor Andreas Schmitt, Norbert Roth, Detlev Schönauer, Begge Peter oder Hans-Peter Betz „vom Betzenberg“ in petto haben ist vom Feinsten. Das ist unglaublich stark, Kunst und Kultur handgemacht, ein Best-of, und ist aller Ehren wert!


Ramon Chormann

Ralf Erbach

Ramon Chormann

Pfr. Michael Zeh

Es Kattche und die Schlossherrin in Nußbaum