Oberhauser Energiewichtel kennen ihre Pappenheimer! Dorf unter der Lupe!

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Bilder anklicken: Oberhausen. Über dem Grillfeuer köchelte „Energiesuppe“ und kleine Bänke luden im Garten zum Verweilen ein. Die Oberhauser Kindergartenkinder waren Feuer und Flamme und berichteten beim Energiefest begeistert den Erwachsenen bei ihrem Aktionstag von ihrem „Leuchtpol-Projekt“. Tagelang stromerten die 29 Kleinsten als „Energiewichtel“ mit ihren Erzieherinnen aus dem zweigruppigen Kindergarten „Kunterbunt“ kreuz und quer durch den 1011-Seelen-Ort und befragten 36 Haushalte.

„Völlig unkompliziert und mit großem Teamgeist“ seien die kleinen Racker dabei systematisch vorgegangen, berichteten Bürger, Omas und Opas, die das Ergebnis im Hort anschauten und verblüfft waren. „Ja, die Kinder haben sich viel Arbeit gemacht und waren mit Eifer dabei“, hörte man immer wieder die Befragten aus dem Nähkästchen plaudern: „Hier bist du beim Bürgermeister. Hier musst du dich benehmen und Hochdeutsch sprechen“, sollen ältere Kinder die jüngeren belehrt und die Bürgermeisterfrau aufgefordert haben: „Bring doch den Bürgermeister einfach mit zu unserem Fest!“. Klar, dass „Ob“ Norbert Gabriel der Einladung folgte und antanzen musste!

Es ging um verantwortliches Handeln, um alternative und regenerative Energien, und wie Wasser, Wind und Sonne genutzt werden können. Wer heizt mit Holz?, Wo wird Regenwasser genutzt, und wer geht zu Fuß oder fährt Fahrrad? Alles wollten die „Kids“ genau wissen. Energiesparbirnen wurden in den besuchten Haushalten ebenso wie die Solardächer gezählt und dafür farbige Punkte vergeben und Fotos gemacht. Die Bilder waren auf mehreren Stellwänden zu sehen. Und weil das mit den großen Zahlen und Addieren bei den Kleinsten noch nicht so richtig klappt, wurde die statistische Auswertung mit einer zeichnerischen Grafik erstellt, wovor selbst Erwachsene ihren Hut zogen. Ergebnis: Von 36 Haushalten haben 34 ein Fahrrad, 32 haben Energiesparbirnen, 30 nutzen Regenwasser, 19 heizen mit Holz und auf sieben Dächern sind Solaranlagen. Dabei fiel den kleinen Rackern auf, dass im Kindergarten eine Regentonne für das Blumengießen fehlt. „Dieser Wunsch wird erfüllt!“, versprach Kindergartenleiterin Heike Zerfaß als Belohnung den kleinen Rackern. Kommentar von Eltern und Kindern: 36 Jahre lang seit Bestehen des Kindergartens fiel das keinem auf- allerhand!

>>Ob und was der Oberhauser Kindergarten bei diesem kostenlosen Wettenbewerb gewonnen hat, kann man im www.leuchtpol.de nach den eingesandten Dokumentationen nachlesen.


Die Kids kennen den Ort

Gruppenbild mit Leiterinnen

Oberhausen aus Kindersicht

Beeindruckende Statistik