Bündelschesdaach 2011 - Viel Jugend, viel Gaudi, viel Spaß und viel Alkohol

Kategorie: VG Sobernheim, Meddersheim, Merxheim, Oberhausen, Soonwald, Lokale News an Nahe und Glan

 

FOTOS UNTEN- Nahe-Region. Auf dem Radweg zwischen Kirn und Bad Sobernheim waren am Bündelschestag dutzende Cliquen, Vereine und zahlenmäßig stattliche Jugendgruppen, teils mit ganz ausgefallenen Bollerwägelchen oder selbst gebauten Verpflegungsstationen unterwegs. Mit VW-Bully-Bus zwischen Martinstein, Monzingen, Meddersheim und Merxheim wanderte eine weitgereiste Clique: Seit drei Jahren fährt der Merxheimer Christoph Petry mit Studienkollegen aus ganz Deutschland die Nahe entlang, und am Vatertag geht’s von Kirschweiler nach Leisel. „Chef-Designer“ Max Possen hat das Ziehwägelchen kreiert: Alu-Felgen vom Go-Cart und eine Drei-Wege-Sound-Musikanlage fehlen ebenso wenig wie eine Zapfanlage mit Kohlensäure und 20-Liter-Fäßchen, eine Grillanlage samt Kühlschrank, um weitere Getränke und natürlich die Würstchen und Schwenker zu kühlen. Spaß war garantiert….

Kirn-Land. Kaum ein Grüppchen, Clübchen oder eine Clique aus der VG- Kirn-Land, die nicht den Rucksack schnürte und oft mit Kind und Kegel auf Schusters Rappen einen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft nach den Festtagen unternahm. Kreisübergreifend war der Trampclub Otzweiler schon immer Vorreiter und pflegt gutnachbarschaftliche Beziehungen: Die „Otzis“ um Vorsitzenden Norbert Gehres wanderten nach Schmidthachenbach und von dort weiter nach Sienhachenbach, wo der Mittagstisch reich gedeckt war. Auch gegenseitige Besuche unter Familien sind üblich, gestern Abend wurde auf mehreren Partys in der Stadt Kirn oder in Gasthäusern der Region weiter gefeiert. Von alters her kennt man die kalte Jahreszeit  nach Weihnachten als Raunächte und profan als die Zeit „Zwischen den Jahren“, die zum Feiern genutzt wurde. Dienstbote, Knechte und Mägde schnürten ihr Bündel und wechselten ihre Stellung, wanderten zu einem anderen Hof;-  der „Bündelchestag“ hat lange Tradition.

„Heute geöffnet“ luden an den Hauptstraßen große Tafeln und Plakate ein: Bereits zum dritten Male lud der Schützenverein Hennweiler ins Schützenhaus zu Erbseneintopf ein und hatte auch am Fuße des Teufelsfels eine „Außenstation“ mit Grillfeuer eingerichtet, wo schon ganz früh und noch in dichten Nebelschwaden die Schützenbrüder Michael Fickinger und Uwe Jung das Feuer schürten. Viele waren im Lützelsoon unterwegs, gingen nach Kirn, zum Heimathof und ins Festzelt des Hennweilerer Guido Müller nach Woppenroth, oder zu Schloss Wartenstein, wo gestern erstmals die neue Pächterin Barbara Schulz geöffnet hatte. Die junge Frau aus Hellertshausen war im Tennensaal vom Ansturm her positiv überrascht und freute sich über tätige Mithilfe von Mitgliedern des Fördervereins Schloss Wartenstein wie etwa Jennifer Brühl im Service. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, Spießbratenbrötchen, Würstchen und Erbsensuppe und Backwerk fanden dankbare Abnehmer. Das „Schloss-Cafe“ wird erst nach der Renovierung im Frühjahr geöffnet. Bekanntlich führen mehrere Weg ans Ziel und so waren aus den Lützelsoongemeinden viele Wandergruppen ebenso wie die Historischen Hennweiler Handwerker um Alt-OB Klaus Müller gleich auf mehreren Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zum Schoss unterwegs.


Hennweilerer vor Schloss Wartenstein

Station unterhalb vom Teufelsfels

Zwischen Meddersheim & Merxheim an L232

Neue Pächterin Schloss Wartenstein (mitte)

Hennweilerer um Alt-Ob Klaus Müller