Die 72 Stunden des TuS-Heimweiler faszinierten mehrere Generationen

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LächelndZwinkerndHeimweiler. „Uns schickt der Himmel“ war die bundesweite 72-Stunden-Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ umschrieben, unsere Welt ein Stück besser zu machen. Was vom TuS Heimweiler im Rahmen dieser Aktion unter Schirmherrschaft von VG-Bürgermeister Werner Müller hier dauerhaft geschaffen wurde, kann sich wahrlich sehen lassen: Nicht für die Kinder sondern mit den Kindern wurde direkt am Sportplatz ein Mehrgenerationenplatz innerhalb 72 Stunden geschaffen. Die Resonanz im Ort und die Beteiligung war schlichtweg überwältigend. Als am Donnerstagnachmittag, genauer gesagt um 17.07 Uhr, der TuS Heimweiler seine Aufgabe mitgeteilt bekam, waren 16 Teilnehmer vor Ort involviert: Am Abend waren es bereits 40 und beim großen Abschlussfest nach 72 Stunden am Sonntag um 17.07 Uhr ebenso viele Helfer. Bundesweit beteiligten sich über 4000 Gruppen mit gemeldeten 175.000 Teilnehmern, die um ein vielfaches höher sein dürfte, 2009 fand die letzte Aktion dieser Art statt.

„Ein Dorfplatz auf dem sich alle Generationen wohlfühlen“- so war der erste Teil der Aufgabe umschrieben, weiter darf „Kunst am Bau“, ein Kunstwerk nicht fehlen. Was sich daraus entwickelte machte letztendlich zu Recht alle Heimweilerer und beteiligte Kinder und Helfer zufrieden, glücklich und stolz. Bei Carola Schick und Stefan Ermel liefen die Fäden zusammen, sie waren im Vorfeld und auf der Homepage als einzige genannt. Niemand soll besonders genannt werden, um ja keinen zu vergessen. Denn auch ein gutes Dutzend Firmen, Banken und Sponsoren gaben sich ein Stelldichein, vom Brötchen, dem Würstchen über die Arbeit mit schwerem Gerät und gestifteten 100 Tonnen Vorsieb und Sand aus dem Kirner Steinbruch. Aus allen Ecken seien Handwerker und Profis gekommen, mitzuhelfen und anzupacken.

Ein Mehrgenerationen-Dorfplatz mit Spielplatz, Grillecke und massiven Sitzbänken entstand. Dazu eine mit wetterfester Farbe aufgezeichnete Boobbycar-Rennstrecke mit Fußgängerüberwegen quasi als Übungsareal für die Kleinsten. „Das alles wurde tatsächlich von den Kindern geschaffen- sie waren mit Feuereifer dabei und sind über sich hinausgewachsen“, untermauerten die Eltern ganz stolz. Integriert ist ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, ein Boulefeld und eine ebenso begehbare Wikinger Schach Spielfläche in der Größe von zehn auf sechs Meter. Bestehende Freizeiteinrichtungen an diesem Platz wie eine Tischtennisfläche aus Beton wurden abgeschliffen, gestrichen, ein neues (Eisen-) Netz angebracht, weitere Spiele und ein Basketballkorb aufgestellt. Die Spielregeln und der sorgsame und pflegliche Umgang sind auf einer wetterfesten Tafel ebenfalls entstanden. Und auch das Kunstwerk macht seinem Namen alle Ehre: In einen Sandsteinblock wurde eine Murmelbahn hineingeschliffen, die sich größter Beliebtheit erfreute.

Zum Bild: Abgekämpft, aber überglücklich. Was die Kinder und Helfer dank Sponsoren da in 72 Stunden auf die Beine stellten, konnte sich wahrlich sehen lassen: Ein Mehrgenerationenplatz entstand gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus am Sportplatz. Chapeau, TuS Heimweiler!